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Steuerfreier Zuschuss für Kurse der betrieblichen Gesundheitsförderung steigt

Gesetzesänderung § 3 Nr. 34 EStG: Steuerfreier Zuschuss für Kurse der betrieblichen Gesundheitsförderung steigt

BGM Studien
Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ist eine gute Möglichkeit für Unternehmen, die Gesundheit der Mitarbeiter aktiv zu fördern. Ihr Ziel ist es, die Gesundheit der Beschäftigten zu stärken und Belastungen, die sich negativ auswirken können, zu verringern. Der Erhalt der physischen und psychischen Gesundheit bedeutet gleichzeitig den Erhalt der Arbeitsfähigkeit.

In unserer Zeit, in der ein tiefgreifender demografischer Wandel stattfindet, ist das besonders wichtig. Um BGF für Arbeitgeber noch attraktiver zu gestalten, hat der Gesetzgeber zum Jahreswechsel 2020 den steuerfreien Zuschuss für BGF-Maßnahmen auf 600 Euro erhöht (§ 3 Nr. 34 EStG).

Aktuelle Gesetzesänderung § 3 Nr. 34 EStG: 600 EUR für die Gesundheit eines Mitarbeiters

Zum Jahreswechsel 2020 wurde der steuerfreie Zuschuss der Betrieblichen Gesundheitsförderung von 500 auf 600 Euro pro Mitarbeiter und Jahr erhöht ( § 3 Nr. 34 EStG). Die AOK weist darauf hin, dass die Zuschüsse auch in der Sozialversicherung beitragsfrei sind.1

Eine weitere Änderung betrifft die Zertifizierung der Kursangebote, für die Unternehmen eine Steuerbefreiung in Anspruch nehmen dürfen. Ab Januar 2020 gelten für diese Kurse strengere Kriterien, denn ab sofort müssen alle Anbieter bzw. Kursleiter eine Zertifizierung vorlegen. Damit endet die Übergangsregelung, die bislang für Kurse galt, die vor dem 1. Januar 2019 begonnen wurden. Die nun notwendige Zertifizierung erhalten die Kursleiter bei der Zentralen Prüfstelle für Prävention. Eine weitere Verschärfung der Anforderungen an ihre berufliche Qualifikation ist laut AOK für Oktober 2020 geplant.1

Betriebliche Gesundheitsförderung zahlt sich aus – gleichzeitig steigen steuerfreie Zuschüsse auf 600 Euro

Angesichts der Vorteile, die BGF bietet, zahlen sich die anfänglichen Mehrkosten aus: In Euro ausgedrückt, sparen sie mit jedem in die Betriebliche Gesundheitsförderung investierten Euro durch den Rückgang der Fehlzeiten 2,70 Euro ein. Das ergab eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenz von 2012-2018, die im iga.Report 28 »Wirksamkeit und Nutzen arbeitsweltbezogener Gesundheitsförderung und Prävention« veröffentlicht wurde.2

Um BGF für Arbeitgeber noch attraktiver zu gestalten, gibt es für gesundheitsfördernde Maßnahmen steuerfreie Zuschüsse.Bis zu 600 Euro pro Kalenderjahr können Unternehmen pro Mitarbeiter für zertifizierte Maßnahmen steuerfrei ausgeben. Hierzu gehören unter anderem Ernährungs- und Bewegungsprogramme, aber auch Angebote zur Suchtprävention oder Stressbewältigung.

Voraussetzung für die steuerliche Förderung ist, dass die Betriebliche Gesundheitsförderung den Anforderungen entspricht, die in § 20 und 20b SGB V an die Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit von geeigneten Maßnahmen gestellt werden. Sowohl die Krankenkassen als auch die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) nehmen entsprechende Zertifizierungen vor. Darüber hinaus ist die steuerliche Förderung auch für andere verhaltensbezogene Maßnahmen möglich, die den Vorgaben entsprechen, die im Leitfaden Prävention genannt sind. Ein typisches Beispiel hierfür ist die sogenannte »Bewegte Pause«.

Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass Massagen oder physiotherapeutische Behandlungen sowie Mitgliedsbeiträge für Fitnessstudios oder Sportvereine von der Förderung ausgeschlossen sind. Weitere Details sind dem Leitfaden Prävention von dem Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zu entnehmen.Viele Unternehmen fördern dennoch Leistungen, die von steuerfreien Zuschüssen ausgeschlossen sind: Mit einem möglichst breiten Angebot steigt die Aktivität der Belegschaft und somit verbessert sich das Gesundheitspotenzial im Betrieb und das Wohlbefinden der Mitarbeiter.

Demografischer Wandel als Argument für die Betriebliche Gesundheitsförderung

Mit der stetig steigenden Lebenserwartung müssen Menschen immer länger arbeiten. Die Rente mit 67 bedeutet für den Einzelnen eine längere Berufstätigkeit und für das Unternehmen ältere Mitarbeiter. Ein solcher demografischer Wandel stellt beide vor neue Herausforderungen: Einerseits steigt mit zunehmendem Alter das Risiko für Erkrankungen, andererseits haben ältere Mitarbeiter eine große Bedeutung für Unternehmen. Sie verfügen über Fachwissen und eine langjährige Expertise, von der auch jüngere Kollegen profitieren. Darüber hinaus sind sie häufig Ansprechpartner im sozialen Gefüge eines Unternehmens. Nicht nur angesichts des Fachkräftemangels trägt ihr Verbleib im Betrieb erheblich zum Erfolg bei. Umso wichtiger ist es, ihre Arbeitsfähigkeit möglichst lange zu erhalten.

Dieses Ziel lässt sich – bei Mitarbeitern aller Altersgruppen – durch zwei Präventionsformen erreichen: die Verhältnisprävention und die Verhaltensprävention.

Die Verhältnisprävention setzt an der Lebensumgebung der Menschen an, zu der auch der Arbeitsplatz gehört. Dieser soll so gestaltet sein (oder werden), dass die Gesundheit der Mitarbeiter während der Arbeit geschützt und gestärkt wird und diese keinen gesundheitsgefährdenden Situationen ausgesetzt sind. Die Verhaltensprävention bezieht sich dagegen auf das Verhalten jedes einzelnen Menschen. Hier zielt BGF darauf ab, ungesunde Verhaltensweisen der Mitarbeiter wie zum Beispiel Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum, ungünstige Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel durch gesundes Verhalten zu ersetzen. Dazu stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung.

Welche Vorteile bringt Betriebliche Gesundheitsförderung?

Von BGF-Maßnahmen profitieren Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen. Das Bundesgesundheitsministerium weist darauf hin, dass die im Rahmen der BGF durchgeführten Maßnahmen unter anderem

  • den Gesundheitszustand der Mitarbeiter verbessern
  • Belastungen und gesundheitliche Risiken verringern
  • die Zahl der notwendigen Arztbesuche reduzieren können.

Durch Prävention steigt die Leistungsfähigkeit und Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter; Betriebsklima und Lebensqualität verbessern sich.5

Das kommt auch dem Geschäft zugute. Denn gesunde, leistungsfähige und zufriedene Mitarbeiter sind motiviert, identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen und engagieren sich dadurch mehr. Weniger Krankheitsausfälle bedeuten größere Produktionszahlen und weniger Kosten. Auf diese Weise erhöhen gesundheitsfördernde Maßnahmen für die Mitarbeiter die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und werten außerdem das Image auf.

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