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Interview mit dem Jobcenter Berlin Mitte

Interview: Wir heißen das Jobcenter Berlin Mitte als neuen machtfit-Kunden willkommen!

Interviews

Lutz Mania

Der Geschäftsführer Lutz Mania spricht im Interview über die Einführung der machtfit-Plattform, den Wandel in der Personalarbeit sowie die Digitalisierung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) im Jobcenter Berlin Mitte:
»Unsere Mitarbeiter wünschen sich ein zeitgemäßes und mobiles BGM – das war ein Grund machtfit einzuführen.«

Das Jobcenter Berlin Mitte hat im Jahr 2018 das BGM eingeführt: »Wir wollen ganz bewusst den Beschäftigten des Jobcenter Berlin Mitte ein BGM zur Verfügung stellen, mit dem jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat, ihr bzw. sein Gesundheitsbewusstsein zu schärfen und die eigene Work-Life-Balance zu bestimmen. Im Zuge der Digitalisierung gehen wir mit der machtfit-Plattform mit der Zeit und tragen auch in diesem Punkt dem steigenden Bedarf der Belegschaft an Betrieblichem Gesundheitsmanagement Rechnung.«

 

Guten Tag Herr Mania, wir freuen uns auf das Interview mit Ihnen! Bitte stellen Sie das Jobcenter Berlin Mitte und Ihr Aufgabengebiet kurz vor.

Schönen guten Tag. Ich bin Lutz Mania und bin Geschäftsführer des Jobcenters Berlin Mitte. In unseren 5 Liegenschaften sind aktuell ungefähr 1.070 Mitarbeitende für unsere Kundinnen und Kunden tätig. Zu unseren Kernaufgaben gehören einerseits die Beratung, Vermittlung und Qualifizierung erwerbsfähiger Hilfebedürftiger und andererseits die Zahlung zur Sicherung des Lebensunterhaltes auf Grundlage des Sozialgesetzbuches II. Des Weiteren hat bei uns in der Jugendberufsagentur die Ausbildungsvermittlung für Jugendliche einen sehr hohen Stellenwert.

Wie setzt sich Ihre Belegschaft zusammen, bezogen auf das Alter, das Geschlecht, den Krankenstand und die Betriebszugehörigkeit?

Mit der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe im Jahr 2005 wurde eine einheitliche Anlaufstelle für Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit Berlin Mitte und der zuständigen Senatsverwaltung des Landes Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Mitte von Berlin, geschaffen. So sind im Jobcenter Berlin Mitte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus beiden Einrichtungen tätig.

Mit einem Durchschnittsalter von 44 Jahren haben wir, im Vergleich des vom statistischen Bundesamtes (Destatis, Stand 11/2018) ermittelten Durchschnittsalter für Bedienstete im öffentlichen Dienst von 46 Jahren, eine „junge“ Belegschaft. Unser Frauenanteil beträgt 70 Prozent und unsere Fluktuationsquote liegt bei 10 Prozent. Die Gesundheitsquote ist leicht rückläufig. Im Jahr 2019 betrug diese knapp 90 Prozent. Mit Blick auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten wir diesen Wert verbessern.

Wie beschreiben Sie die Unternehmenskultur des Jobcenters und wie kann machtfit dabei unterstützen?

Mit dem Thema Unternehmenskultur beschäftigen wir uns seit geraumer Zeit: Denn nur Mitarbeiter, die sich wohlfühlen, sich mit ihrem Job und dem Unternehmen identifizieren, bringen gute Leistungen. Anfang 2019 haben wir eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt und dadurch viele wertvolle Informationen erhalten. Mit den Umfragewerten sind wir nicht unzufrieden, aber sie zeigen doch Handlungsfelder auf, die wir angehen möchten.

Unsere Mitarbeiter wünschen sich z.B. mehr Information über Ernährung, Beispiele für Bewegung am Arbeitsplatz sowie die Möglichkeit für eine ausgewogene Work-Life-Balance mit einem „Klick“ zu finden. Dies war ein Grund machtfit einzuführen.

Zum Thema Kultur haben wir uns weiterhin gefragt, was die Mitarbeiter verbindet. Zum Jahresstart 2019 haben wir einen Slogan ausgelost, der aus der Mitarbeiterschaft heraus entstanden ist und der für alle deutlich machen soll, wofür wir nach innen und nach außen stehen.

Unser Slogan, »MITTEinander mehr erreichen«, steht für sehr vieles: Neben der Kundenorientierung, steht er für Teamwork zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ihren Führungskräften. Wir setzen hier auf Partizipation, Kommunikation, Transparenz und Fairness, um alle gemeinsam mehr erreichen zu können. Wir leben hier ein respektvolles, kollegiales Miteinander auf allen Ebenen und fördern individuelle Talente.

»In dem Kontext liegt uns auch die Gesundheit der Belegschaft am Herzen: Leistungsfähigkeit und -bereitschaft resultieren aus gesunden und zufriedenen Mitarbeitern.«

Die Verbesserung der Gesundheitsquote im Jobcenter Berlin Mitte erreichen wir nur, wenn wir ein Format finden, welches die Kolleginnen und Kollegen erreicht. Mit machtfit hoffen wir, unserer Belegschaft ein Instrument an die Hand zu geben, welches das Gesundheitsbewusstsein positiv beeinflusst: Neben den Kursangeboten gibt es vielfältige Beiträge zu Gesundheitsthemen. Weiterhin schafft machtfit eine hohe Transparenz bezogen auf die internen Angebote vom Jobcenter und darüberhinausgehende Angebote.

Unsere Mitarbeiter können individuell für sich passende Angebote auswählen: Jeder Einzelne kann sich so ein individuelles Programm erstellen. Die machtfit-Plattform unterstützt das vorher aus der Mitarbeiterbefragung herauskristallisierte Handlungsfeld »BGM« und deckt allein mit diesem einen Angebot die Wünsche der Mitarbeitenden ab.

Stichwort Trends im öffentlichen Sektor: Wie beeinflusst die Digitalisierung den Sektor und ganz konkret das Jobcenter Berlin Mitte?

Die Digitalisierung beeinflusst mindestens in zwei Richtungen: Zum einen unseren Beratungsansatz und die Entwicklung von Berufsfeldern für unsere Kundinnen und Kunden. Hier passen wir uns an die Bedürfnisse der Zeit an und erhöhen stetig unsere Kompetenzen. Mit den Möglichkeiten der Digitalisierung wollen wir schnellere und einfachere Abläufe schaffen. Das entlastet unsere Mitarbeiter und wir können unseren Kunden schneller helfen.

»Beim Thema Digitalisierung gab es auch immer mal Berührungsängste in der Belegschaft. Diese Ängste zu reduzieren, war auch ein Anlass machtfit einzuführen. Mit machtfit steht unser BGM ab jetzt nicht mehr nur auf dem Papier, sondern ist nun auch digital verfügbar.«

Eine Herausforderung im öffentlichen Bereich ist der demografische Wandel. Eine Studie der Unternehmensberatung PwC zeigt, dass in den nächsten Jahren über 800.000 Fachkräfte fehlen. Wie gehen Sie damit um?

Geeignetes Personal zu finden und zu gewinnen ist eine Herausforderung, wir merken schon jetzt, dass es schwieriger geworden ist. Die öffentlichen Verwaltungen ringen untereinander um begehrte Fachkräfte – das war vor Jahren noch völlig anders. Insofern müssen wir unseren Rekrutierungsprozess an die aktuellen Entwicklungen anpassen. Bei der Rekrutierung setzen wir auch einen Fokus auf soziale Medien.

Unser Ziel ist es, dass sich deutlich mehr Menschen für unsere Arbeit interessieren und sich so für uns, für »MITTEinander mehr erreichen«, entscheiden. Hilfreich ist auch die Mundpropaganda: Welche Möglichkeiten bietet das Jobcenter als Arbeitgeber?

Das Gesundheitsmanagement trägt neben den Säulen Sicherheit, Zusammenarbeit sowie Förderung & Forderung einen wichtigen Beitrag zum Unternehmensimage. Das Jobcenter hat per se nicht den besten Ruf, obwohl unsere Aufgaben von sehr hoher gesellschaftspolitischer Bedeutung sind.

Insofern ist es für uns wichtig, unser Unternehmensimage aufzuwerten und herauszustellen, was wir alles bieten: Das ist zum einen eine gute Work-Life-Balance, durch die flexiblen Arbeitszeiten. Das sind auch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Wir bieten weiterhin ein immer größer werdendes Angebot von Homeoffice oder Telearbeit an. Mit machfit haben wir nun auch ein attraktives BGM: Langfristig werden wir machtfit beim Recruiting als Employee Benefit präsentieren.

Eine große Rolle spielt ebenso die Mitarbeiterbindung, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass viele Institutionen im öffentlichen Sektor Mitarbeitende suchen. Uns ist es wichtig, bestehendes Personal zu halten und die Fluktuation zu reduzieren.

Haben Sie KPIs definiert, mit denen Sie im BGM arbeiten?

Zum einen ist es die Anzahl der Mitarbeiter, die wir im Rahmen der Gesundheitsförderung aktivieren können: Wie viele Mitarbeiter beteiligen sich? Der wesentliche KPI für uns ist jedoch die Gesundheitsquote. Wenngleich die Frage, was auf die Gesundheitsquote einwirkt, nicht eindeutig geklärt ist. Dennoch ist diese Kennzahl ein wichtiger Indikator.

Zum Abschluss würde wir gerne wissen, wie sich aus Ihrer Sicht die Personalarbeit in den nächsten Jahren im öffentlichen Dienst verändern wird.

Zum einen ist es die Digitalisierung: Hier stellt sich die Frage wie die Arbeitsplätze der Zukunft aussehen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Personalgewinnung und -bindung. Hier gilt es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, wo Mitarbeiter gerne beschäftigt sind.

Weiterhin müssen wir als öffentlicher Arbeitgeber schauen, dass unsere Mitarbeiter langfristig arbeitsfähig bleiben, denn die Belastungen nehmen zu. Umfragen zeigen, dass das Stresslevel weiterhin steigt und es zu einer Verschlechterung der Gesundheit kommen kann. Dem wollen und müssen wir entgegenwirken und dafür sorgen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen körperlich und seelisch gesund sind.

Vielen Dank Herr Mania für das spannende Interview! Wir haben viel erfahren über die Herausforderungen im öffentlichen Sektor und wie Sie diesen erfolgreich begegnen.

 

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2011 gegründet, vertrauen heute über 250 Unternehmen und 300.000 Nutzer in Deutschland auf machtfit. Zu unseren Kunden gehören u. a. Bayer, Vattenfall, Deutsche Bahn oder Lufthansa.

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