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swb AG: Modernes Gesundheitsmanagement als Alleinstellungsmerkmal

swb AG: Modernes Gesundheitsmanagement als Alleinstellungsmerkmal

Interviews
Eine Steigerung der Mitarbeiter-Identifikation mit dem Unternehmen und eine Differenzierung von anderen Arbeitgebern beim Recruiting – so trage modernes Betriebliches Gesundheitsmanagement zum Unternehmenserfolg bei, betont Burkhard Knoch von der swb AG.

Burkhard Knoch

  • Burkhard Knoch, Gesundheitsmanager bei der swb AG
  • Branche: Energieversorgung, Trinkwasser und Telekommunikation
  • Hauptsitz in Bremen
  • 2.400 Mitarbeiter
  • machtfit-Kunde seit dem 15. Juni 2018

Guten Tag, Herr Knoch, bitte stellen Sie das Unternehmen swb und Ihr Aufgabengebiet kurz vor.

Mein Name ist Burkhard Knoch, ich bin Gesundheitsmanager bei der swb AG. swb steht in den Städten Bremen und Bremerhaven und der Region Norddeutschland für Energie, Trinkwasser und Telekommunikation. Mit der Strategie, Energie aus Abfall zu erzeugen, schlägt der Konzern den Bogen zwischen Erzeugung und Entsorgung. Technische Dienstleistungen für private Haushalte und Unternehmen vervollständigen das Leistungsspektrum.

Meine Kernaufgabe ist die Leitung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements aus Konzernsicht. Dabei arbeite ich eng zusammen mit den HSE-Managern der Gesellschaften, wodurch eine nahtlose Verbindung zwischen dem Gesundheitsmanagement und den beiden für uns sehr zentralen Arbeitsfeldern Arbeitssicherheit und Umwelt sichergestellt ist.

Wie setzt sich die Belegschaft der swb zusammen?

Wir haben aktuell etwa 2.400 Mitarbeiter. Der Altersdurchschnitt liegt bei 45 Jahren. Das ist in der Branche ein normaler Wert. Unsere Belegschaft besteht etwa zu 75 % aus Männern und zu 25 % aus Frauen.

Welche Fehlzeitenquote haben Sie im Unternehmen und nutzen Sie diese auch als KPI für ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement?

Unser Betriebliches Gesundheitsmanagement hat im Unternehmen eine strategische Bedeutung, es ist in unseren festgeschriebenen Konzernzielen verankert. Eine meiner Kernaufgaben im Jahr 2018 war die Implementierung eines neuen Fehlzeitenmanagements, das wir in einem sehr partizipativen Beratungsprozess gemeinsam mit dem Vorstand, dem Konzernbetriebsrat, den Führungskräften und den Personal-Verantwortlichen zuvor im Jahr 2017 entwickelt haben. Mit diesem Fehlzeitenmanagement haben wir eine neue Software, eine neue Datensystematik und einen neuen Managementprozess für unsere Führungskräfte eingeführt.

Damit arbeiten wir nun seit dem Frühjahr 2018 und – ich möchte das vorsichtig formulieren – wir sehen auch schon die ersten Effekte. Im Augenblick haben wir eine Fehlzeitenquote von 6,5 %. Im Bereich der Energieversorger ist das Benchmark. Wir hatten jedoch ursprünglich eine wesentlich höhere Quote.

Um Ihre ursprüngliche Frage zu beantworten: Ja, die Fehlzeitenquote ist eine relevante Kennzahl, um Belastungen zu messen. Bei unserem beschriebenen Fehlzeitenmanagement geht es aber hauptsächlich um die Entwicklung von Maßnahmen und einer neuen Kommunikationskultur. Entscheidend für den Erfolg unserer Arbeit ist also hauptsächlich, dass die Führungskräfte ihre zentrale Rolle bei der Reflektion der gesundheitlichen Belastungen und der Maßnahmenentwicklung, dort wo es machbar und sinnvoll ist, wahrnehmen und wir gemeinsam die konzipierte Kommunikation umsetzen.

Die machtfit-Plattform nutzen Sie seit dem 15. Juni 2018. Was sind Ihre ersten Erfahrungen? Kommt die Wertschätzung bei den Mitarbeitern an?

Wir haben das Feedback von unseren Mitarbeitern bekommen, dass sie sich für die Bereitstellung der machtfit-Plattform bedanken und das Angebot als Wertschätzung empfinden.

Wir haben auch positive Rückmeldung zu bestimmten Kursen bekommen und zu der Breite der Angebotspalette. Nicht nur zur Erweiterung des Wissens über Gesundheit, sondern auch zur Kollegialität in der Belegschaft tragen insbesondere unsere Firmenangebote wie die »Gesundheitswochen XXL« bei, die auch über die machtfit-Plattform organisiert werden. Sehr erfreulich ist die Entwicklung unseres Betriebssports. Der war zuvor kaum sichtbar und profitiert jetzt von der ansprechenden Darstellung und der einfachen Abwicklung über die machtfit-Plattform.

Worin sehen Sie den größten Vorteil durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit der machtfit-Plattform?

Im Gegensatz zu vom Unternehmen vorgegebener, fremdbestimmter Gesundheitsförderung unterstützt ein gutes Betriebliches Gesundheitsmanagement die Selbstorganisation der Mitarbeiter. Mit der machtfit-Plattform setzen wir einen ansprechenden Rahmen und bieten unseren Mitarbeitern ein nützliches Tool, so dass sie für sich selbst gute Entscheidungen fällen können.

Mit der machtfit-Plattform bieten wir aber auch gleichzeitig unseren Führungskräften ein Tool an, das ihnen eine verlässliche Datengrundlage liefert, um die eine oder andere Empfehlung für ihre Mitarbeiter aussprechen zu können.

Darin sehe ich die Aufgabe von gutem Betrieblichem Gesundheitsmanagement: Strukturen und Daten so anzubieten, dass Mitarbeiter und Führungskräfte handlungsfähiger werden und wir im Dialog darüber zu wirksamen Maßnahmen kommen.

Wie haben Sie die Einführung der machtfit-Plattform intern vorbereitet?

Die Initialzündung kam aus unserem Steuerkreis Gesundheit. Bei der nachfolgenden Umsetzung der Gesundheitsplattform beziehungsweise der internen Vermarktung habe ich die betrieblichen HSE-Gremien, den Vorstand, den Konzernbetriebsrat und die Führungskräfte stark einbezogen. Ich habe das Angebot in Gesprächsterminen und in Sitzungen vorgestellt und den Nutzen für das Unternehmen erläutert. Dass man das aktiv kommuniziert und Diskussionsprozesse anregt, das macht schon sehr viel aus, denke ich.

Auf Ihrer Website werben Sie sehr prominent direkt auf der Startseite um Auszubildende. Spielt die machtfit-Plattform bei Ihnen eine Rolle im Recruiting-Prozess?

Unsere Angebote im Gesundheitsmanagement, wie die machtfit-Plattform, unsere internen Angebote und auch unser Zertifikat berufundfamilie sind im Recruiting-Prozess verankert. Wo wir das noch zu wenig zeigen, ist auf unserer Website. Das wollen wir im nächsten Jahr ändern.

Inwiefern trägt ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement mit machtfit zum Unternehmenserfolg bei?

Zum einen wollen wir eine hohe Mitarbeiterbindung erreichen und eine positive Unternehmenskultur schaffen. Wenn sich unsere Mitarbeiter mit der swb identifizieren können, dann sind wir produktiver und als Unternehmen erfolgreicher. Zum anderen wollen wir uns auch nach außen als attraktiver Arbeitgeber zeigen.

Hier in der Region ist die Gewinnung von Fachkräften schon ein Thema und mit Angeboten wie der machtfit-Plattform als Alleinstellungsmerkmal heben wir uns von anderen Arbeitgebern ab.

Zum Abschluss ein Blick in die Zukunft, Herr Knoch. Was denken Sie, wie wird sich das Personalmanagement verändern? Was müssen Arbeitgeber bieten, um wettbewerbsfähig zu bleiben?

Zum einen Varianz. Mit Varianz meine ich unterschiedliche Settings von Arbeitssituationen, die man Mitarbeitern bieten kann. Also eine Flexibilisierung der Arbeit, was beispielsweise Ort und Zeit betrifft. Zum anderen eine durchdachte Gestaltung der Digitalisierung im Unternehmen. Durch Digitalisierung sind – wir stellen das bei uns im Unternehmen fest – deutliche Effektivitätssprünge möglich und sie eröffnet uns neue Chancen bei der Gestaltung mobiler Arbeit. Die Digitalisierung bringt aber auch das Risiko der Überforderung mit sich. Die Geschwindigkeit von Prozessen nimmt zu. Hier muss man aktiv gestalten und führen, um insbesondere die ältere Belegschaft nicht zurückzulassen, sondern mit einzubeziehen.

Sehr interessante Einsichten, Herr Knoch. Vielen Dank für das Interview.

 

 

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