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Mit machtfit unter die besten 100 Arbeitgeber - Interview mit unserem Kunden der Tyczka Unternehmensgruppe

Mit machtfit unter die besten 100 Arbeitgeber – Interview mit unserem Kunden der Tyczka Unternehmensgruppe

Interviews
Die Tyczka Unternehmensgruppe ist bereits seit mehreren Jahren treuer machtfit-Kunde. Hannes Schwarz verantwortet die Ressorts Personal und Recht und ist dabei auch für betriebliches Gesundheitsmanagement verantwortlich. Wir sprachen mit ihm über die Herausforderungen bei Tyczka, welchen Beitrag machtfit leistet und was Digitalisierung für die Personalarbeit bedeutet. Herr Schwarz war bis zum November 2017 bei Tyczka tätig, danach wechselte er den Arbeitgeber.

Hannes Schwarz

Herr Schwarz, sagen Sie uns doch mal etwas über die Tyczka Unternehmensgruppe in 2-3 Sätzen

Tyczka ist einer der bundesweit führenden Spezialisten im Bereich Flüssiggas und vertreibt mit seinen insgesamt 365 Mitarbeitern Flüssiggas in Tanks und Flaschen. Unser Hauptsitz ist in Geretsried (50 km südlich von München) mit etwa 160 Mitarbeitern. Außerdem haben wir in Leipzig eine Niederlassung mit etwa 65 Mitarbeitern, sowie einen bundesweit agierenden technischen und vertrieblichen Außendienst.

 

Herr Schwarz, Sie sind als Leiter Recht und Personal
tätig und verantworten auch das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema?

BGM ist bei uns ein äußerst wichtiges Thema, eine Managementaufgabe. Die Gesundheit der Mitarbeiter trägt langfristig zum Erfolg des Unternehmens bei. Entsprechend haben wir in die Entwicklung des BGM viel Zeit, Geld und Ressourcen investiert – stets unter Beteiligung der Mitarbeiter selbst.

 

Groß in der Presse war die wiederholte Auszeichnung Ihres Unternehmens als einer der besten 100 Arbeitgeber Deutschlands. Sagen Sie uns doch etwas zu der Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?

Das ist natürlich ein schönes Thema! Wir haben seit 2009 insgesamt 6 Mal an diesem Wettbewerb teilgenommen, der vom unabhängigen Institut »Great Place to Work®« durchgeführt wird. Jedes Mal konnten wir uns unter den 100 besten Arbeitgebern Deutschlands platzieren. Damit haben wir uns sowohl den laufend höheren Anforderungen an die Wettbewerbsteilnahme als auch der stetig steigenden Konkurrenz durch immer mehr teilnehmende Unternehmen erfolgreich gestellt.

 

Was war dabei die größte Herausforderung intern?

Die Bewerbung zu diesem Wettbewerb besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil besteht aus einer umfangreichen Mitarbeiterbefragung zu den Themen Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist. Bei uns werden ausnahmslos alle Mitarbeiter befragt. Von der Möglichkeit einer Stichprobenbefragung machen wir keinen Gebrauch, uns ist das umfassende Feedback aller Mitarbeiter wichtig. Das Ergebnis dieser Mitarbeiterbefragung fließt zu 2/3 in den Wettbewerb ein. Das restliche Drittel besteht aus einem sogenannten »Kultur Audit«. Das ist ein umfangreicher Fragebogen zu den eingesetzten Personalinstrumenten des Unternehmens. Die verschiedenen Themenfelder beinhalten dabei nicht nur die klassischen Personalthemen wie z.B. den Einstellungsprozess, die Personalentwicklung oder die Vergütung sondern auch angrenzende Themen wie z.B. das inspirierende Vermitteln der Unternehmenskultur oder das gemeinsame Feiern im Unternehmen.

So eine Bewerbung nimmt ungefähr 50 Arbeitstage in Anspruch. Das ist einer der Gründe warum wir seit 2012 nur noch im zweijährigen Rhythmus am Wettbewerb teilnehmen. Der andere Grund ist, dass wir die Zwischenzeit nutzen, um aufgrund der wertvollen Rückmeldungen, die wir seitens unserer Mitarbeiter und seitens der Bewertung durch Great Place to Work® erhalten, Verbesserungen im Unternehmen umzusetzen. Die Installation des BGM basiert im Grunde auf Ergebnissen einer Mitarbeiterbefragung im Rahmen des Wettbewerbs Great Place to Work®.

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) 2017, was heißt das denn für Ihre Mitarbeiter überhaupt?

Unser Ansatz ist, dass Gesundheit das physische, emotionale und psychische Wohlbefinden bedeutet – und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit. Entsprechend umfasst BGM eine recht breite Palette. Da haben wir zum einen die klassischen Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung, die wir über die Plattform machtfit anbieten – also sportliche Kursangebote, Kooperation mit Fitness-Studios, Angebote zu Entspannung, Ernährung bis hin zu Gesundheitsreisen. Das ohnehin schon umfangreiche Angebot von machtfit erweitern wir regelmäßig um eigene Angebote wie z.B. Massagen oder Gymnastikkurse im Haus oder auch mal ein Skiwochenende.
Neben diesen klassischen Maßnahmen legen wir ein besonderes Augenmerk auf gesunde Führung. Wir haben früh erkannt, dass Mitarbeiterführung und damit den Führungskräften beim Thema Gesundheit eine wesentliche Rolle zukommt. Entsprechend werden die Führungskräfte regelmäßig sensibilisiert auf Achtsamkeit und Aufmerksamkeit Ihren Mitarbeitern und auch sich selbst gegenüber.
Unsere Angebote und Maßnahmen erweitern wir ständig. So legen wir 2017 den Schwerpunkt auf Suchtprävention. Wenn wir den Statistiken glauben dürfen, sind 6 % der Belegschaft suchtgefährdet. Grund genug für uns tätig zu werden, auch ohne konkrete Vorkommnisse im eigenen Unternehmen.

 

Welchen Beitrag zu Ihrem erfolgreichen BGM, auch in Hinblick auf Ihre Auszeichnung als einer der 100 besten Arbeitgeber Deutschlands, hat die Zusammenarbeit mit machtfit denn geleistet?

machtfit ist die Plattform, die uns die Organisation und Durchführung der Betrieblichen Gesundheitsförderung optimal ermöglicht und mit der wir unsere Mitarbeiter bundesweit erreichen und »bedienen« können. Gerade für den bundesweit tätigen technischen und vertrieblichen Außendienst würden wir uns sonst schwer tun. Ein wesentliches Ziel unseres BGM, nämlich ausnahmslos alle Mitarbeiter zu erreichen, konnten wir mit der machtfit-Plattform realisieren.

Das und das Guthaben, das wir über die machtfit-Plattform jedem Mitarbeiter jährlich zur individuellen Verwendung zur Verfügung stellen, hat uns bei der letzten Great Place to Work®-Mitarbeiterbefragung deutlich bessere Ergebnisse bei den Fragen nach Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz gebracht.Aus zahlreichen Kommentaren in den Freitextfeldern geht eindeutig die Begeisterung der Mitarbeiter über machtfit und das damit verbundene Guthaben hervor.

 

Wie hat machtfit Ihren persönlichen Arbeitsalltag verändert?

Meinen persönlichen Alltag relativ wenig, da sich eine Mitarbeiterin darum kümmert. Sie arbeitet aber sehr gern mit der machtfit-Plattform, weil es einfach leicht zu verwalten und zu administrieren ist.

 

Sie sind ja selbst auch Nutzer der Plattform. Wie nutzen Sie diese?

Ich nutze die machtfit-Plattform auch für eigene Angebote, die wir hier einstellen. Insbesondere haben wir hier Massagen im Haus, die ich gern wahrnehme.

 

Was würden Sie einem BGM-Kollegen raten, der ungefähr vor der gleichen Problematik steht wie Sie früher?

Ich würde empfehlen, das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement hoch anzusetzen und ganzheitlich anzugehen – möglichst unter Beteiligung der Führungskräfte und Mitarbeiter. Dabei geht es nicht nur um die eigenen Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels gewinnt das Thema auch beim Recruiting und der Positionierung als guter Arbeitgeber immer mehr an Bedeutung.
Bei den Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung kann ich die Zusammenarbeit mit machtfit nur empfehlen, da damit eine deutliche Verringerung des eigenen Arbeitsaufwands einhergeht.

Selbst schafft man es nie, so eine breite Palette an Präventions- und Gesundheitsangeboten überregional bereitzustellen.

 

Wie sieht für Sie BGM 2030 aus?

Ich denke, dass wir in dieses Thema wesentlich mehr Aufwand und Kraft stecken müssen. Die Generation Z, also die heute etwa 5 bis 15-jährigen, werden künftig selbst bestimmen, wann und wo sie arbeiten. Die Arbeitgeber werden nicht nur bei Arbeitsmodellen sondern auch im BGM eine wesentlich flexiblere Angebotspalette streuen müssen, ohne jedoch mit der Gießkanne darüber zu gehen. Die Angebote müssen zielgerichtet sein. Das ist die essentielle Voraussetzung.

 

Schlagwort Arbeit 4.0, das wird momentan heiß diskutiert – was verstehen Sie darunter?

Es kommt ja eigentlich aus der Industrie. Vierpunktnull bedeutet für mich »das Vernetzen von Mensch und Maschine«. Das wird durch verschiedene Szenarien mal stärker mal weniger bedrohlich ausgemalt. Ich denke, dass sich generell die Arbeitsformen und -verhältnisse durch technologische Entwicklungen und eine zunehmende Vernetzung wandeln. Wir müssen uns auf eine höher qualifizierte Arbeitnehmerschaft einstellen, die auf Grund des Fachkräftemangels auch mit anderer Anspruchshaltung kommt. Dieser Herausforderung müssen wir als Arbeitgeber ins Auge sehen. Wir werden sicherlich Themen wie Homeoffice und Vertrauensarbeitszeit aufgreifen. Die Grenzen zwischen Privat- und Berufsleben werden stark verwischt oder gar ganz aufgehoben.

Nur ein Beispiel: Wenn ich im Homeoffice bin und die Kinder kommen nach Hause, dann mache ich Hausaufgabenbetreuung. Abends arbeite ich dann weiter. Diese weitreichenden Veränderungen sind sowohl Chance als auch Risiko für die Arbeitnehmer und für die Unternehmen. Es gibt schon jetzt vielfache Diskussionen über Regelungen, die die ständige Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft regeln oder gar beschränken sollen. Hier Lösungen zu finden, wird eine der kommenden Herausforderungen der Unternehmen sein.

 

Stichwort Digitalisierung. Wie digital arbeitet die Personalabteilung der Tyczka Unternehmensgruppe?

Wir arbeiten mit einer leistungsfähigen Software, mit entsprechenden Schnittstellen und haben die Personalakten schon vor Jahren digitalisiert. Allerdings denke ich, man muss das schon auch mit Augenmaß machen. Es ist oft so, dass der auf der einen Seite durch Software eingesparte Aufwand auf der anderen Seite in Form von IT-Support-und Beratungsleistungen »draufgeht«.  Bei jedem Projekt ist für mich daher entscheidend, was unterm Strich tatsächlich herauskommt – sowohl finanziell als auch was die Belastung der Mitarbeiter angeht.

 

Wie ändert sich die Personalarbeit und die Rolle der HR-Manager in den nächsten Jahren?

Natürlich wird künftig auch bei der Personalarbeit die zunehmende Vernetzung und der technologische Fortschritt mitbestimmend sein, nicht nur was die eigenen Prozesse angeht sondern auch was die Gestaltung der künftigen Arbeitsplätze betrifft. Es gilt aus meiner Sicht, dabei den Menschen als Individuum nicht aus den Augen zu verlieren. Der technologische Fortschritt sollte letztlich dazu da sein, den Menschen zu unterstützen, nicht den Menschen zu beherrschen.

 

Herzlichen Dank für das Gespräch.

 

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2011 gegründet, vertrauen heute über 250 Unternehmen und 300.000 Nutzer in Deutschland auf machtfit. Zu unseren Kunden gehören u. a. Bayer, Vattenfall, Deutsche Bahn oder Lufthansa.

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