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BGM-Lösungen im Überblick: Vorteile einer All-In-One-Plattform

Wie HR-Verantwortliche im wachsenden Anbietermarkt den Überblick behalten, Komplexität reduzieren und mit einer zentralen BGM-Plattform individuelle Gesundheitsangebote sauber steuern.

Foto von Daniel Tunggul

Daniel Tunggul

Mitgründer & CSO bei machtfit

Dr. Christian Becker

Product Lead bei machtfit

Der Markt für betriebliches Gesundheitsmanagement wächst rasant: Allein zwischen 2020 und 2023 ist die Anzahl der von Mitarbeitenden als unverzichtbar erwarteten Benefits von 6,6 auf 8,3 gestiegen, Tendenz weiter steigend. Gleichzeitig sind Krankheitstage in Deutschland auf einem Rekordstand, Fluktuation kostet rund 43.000 € pro ersetzter Person und über 50 % der unzufriedenen Mitarbeitenden suchen aktiv nach neuen Möglichkeiten. HR-Leitung und BGM-Verantwortliche stehen damit vor zwei Herausforderungen zugleich: stark individualisierte Gesundheitsbedürfnisse bedienen und einen unübersichtlich gewordenen Anbietermarkt managen. Eine BGM All-in-One-Plattform bündelt Angebote, Kommunikation, Steuerung und steuerliche Töpfe in einem System und löst genau diese Komplexität auf. Daniel Tunggul und Christian Becker zeigen, wie der Markt heute strukturiert ist, welche typischen Stolpersteine es bei Auswahl, Budget und interner Argumentation gibt und wie Sie schrittweise vom Einzelmaßnahmen-Modus in eine konsolidierte Plattform-Logik kommen.

Was Sie aus diesem Webinar mitnehmen

  • Warum BGM-Anbieter und Tools heute relevanter sind denn je → Fachkräftemangel, Rekordkrankenstand und gestiegene Benefit-Erwartungen machen Mitarbeitergesundheit zum geschäftskritischen Thema.
  • Warum es so viele BGM Anbieter gibt → Individuelle Gesundheitsbedürfnisse und ein offener Wettbewerb um den richtigen Aktivierungsweg sorgen für eine breite, wachsende Anbieterlandschaft.
  • Was Mitarbeitende sich wirklich wünschen → Gesundheitsziele und ausgeübte Sportarten zeigen eine Vielfalt, die kein einzelnes Angebot allein bedienen kann.
  • Die BGM-Anbieterlandschaft im Überblick → Eine Klasterung von Arbeitsschutz über mentale Gesundheit bis Firmenfitness, ergänzt um die im Webinar vorgeschlagenen Bereiche Medizin, Krebsprävention, Ergonomie und Betriebskrankenkassen.
  • Die zentralen Herausforderungen für HR und BGM → Hoher Integrationsaufwand, fehlende Budgets, unklare Verantwortlichkeiten und das Spannungsfeld zwischen Investition und schneller Wirkung.
  • Die Vorteile einer All-in-One BGM Plattform → Ein Zugang, ein Budget, individuelle Kommunikation, Nutzungstransparenz und konsequente Nutzung steuerlicher Spielräume.
  • Wo machtfit sich positioniert und wohin die Reise geht → Vom Marktplatz für Präventionskurse hin zu Employee Essentials – allem, was Mitarbeitende brauchen, um körperlich und mental fit zu arbeiten.

Warum BGM Anbieter und Tools heute relevant sind

Unzufriedene Mitarbeitende sind das größte Geschäftsrisiko für Unternehmen. Über 50 % von ihnen suchen laut Gallup aktiv nach neuen beruflichen Möglichkeiten, jede Nachbesetzung kostet im Schnitt 43.000 €. Die Krankheitstage haben mit einem Plus von 22 % einen Rekordstand erreicht, gleichzeitig fehlen laut Statistischem Bundesamt bis 2035 rund drei Millionen Fachkräfte. In dieser Gemengelage ist ein systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement keine Kür mehr, sondern Teil der Geschäftsstrategie. Wer Mitarbeitende nicht aktiv unterstützt, verliert sie an Wettbewerber, die genau das tun.

Warum es so viele BGM-Anbieter gibt

Die Erwartungshaltung von Mitarbeitenden steigt rasant. Laut MetLife Employee Benefit Trends Study hat sich die Zahl der als unverzichtbar erwarteten Benefits zwischen 2020 und 2023 von 6,6 auf 8,3 erhöht – mit weiter steigender Tendenz. Hinzu kommt: Gesundheit ist ein hochindividuelles Thema. Es gibt nicht das eine Angebot, das für alle passt. Der Markt reagiert darauf mit immer neuen, zunehmend spezialisierten Anbietern. Ein zweiter Treiber: Auch der wirksamste Aktivierungsweg ist noch nicht abschließend gefunden. App, Vor-Ort-Kurs, Coaching, Plattform – jeder Anbieter setzt auf einen eigenen Hebel, was die Vielfalt zusätzlich befeuert.

Was Mitarbeitende sich wirklich wünschen

Die machtfit-Daten aus 2023 zeigen eine breite Streuung der Gesundheitsziele: Gewicht reduzieren (51 %), Kraft- und Muskelaufbau (41 %), Verspannungen lösen (39 %), Ausdauer verbessern und gesunde Ernährung (je 34 %), Stress reduzieren (30 %) sowie Wellness und Entspannung (28 %). Die ergänzende Online-Befragung mit 868 machtfit-Nutzer:innen und 562 Arbeitnehmer:innen bestätigt das Bild bei den ausgeübten Sportarten: Fitness und Gewichte (48 %), Radfahren (39 %), Wandern (33 %) und Laufen (32 %) führen, doch auch Yoga, Pilates, Schwimmen oder Gymnastik haben mit 14 bis 19 % eigenständig relevante Nachfragegruppen. Beim „was würde ich gerne mehr machen“ rückt Schwimmen mit 39 % auf Platz eins. Branche, so zeigt die Auswertung, ist kein signifikanter Einflussfaktor – Alter und Geschlecht hingegen schon. Übersetzt heißt das: Eine breite, individualisierbare Angebotslandschaft ist Pflicht, wenn man wirklich alle Mitarbeitenden erreichen will.

Die BGM-Anbieterlandschaft im Überblick

Selbst wer sich täglich mit dem Markt beschäftigt, behält kaum noch die Übersicht. Die wichtigsten Klaster auf einen Blick: Arbeits- und Gesundheitsschutz (z. B. BestMed, ASUMED, PIMA, Betriebsarzt-Service, TÜV, DEKRA), betriebliches Eingliederungsmanagement (claraZeit, pebb), BGM-Beratung (Dear Employee, movement24, IFBG, SkolaWork, BAD, Benefit BGM, Team Gesundheit), Content-Plattformen Gesundheit (Virgin Pulse, Gymondo, Humanoo), mentale Gesundheit (nilo.health, Instahelp, Likeminded, Evermood), Firmenfitness (Urban Sports Club, Wellhub, Hansefit, EGYM Wellpass), Screening und Gesundheits-Check-ups (cerascreen, mesana, wellabe), Gesundheitsplattformen (Hanako, moveeffect, lt, professionfit, moveup), Fahrradleasing (Business Bike, Bikeleasing, JobRad) sowie sonstige Benefits wie Massagen und Ernährung (wellnow, JuiT, Every, pxtra, Hello Fresh). Aus dem Webinar selbst ergänzt durch die Teilnehmenden: Medizin und Terminarztsuche (z. B. Doctolib), Krebsprävention und Vorsorge, Ergonomie (z. B. Deep Care), Case Management sowie Betriebskrankenkassen als eigene Anlaufstelle.

Die zentralen Herausforderungen für HR und BGM

So vielfältig die Anbieterlandschaft ist, so anspruchsvoll wird die Steuerung. Die Integration eines neuen Partners ist ressourcenintensiv: Compliance- und Datenschutzprüfung, Gremienarbeit, Vertrags- und IT-Anbindung kosten Zeit. Pro Jahr lassen sich realistisch nur wenige Anbieter neu integrieren – die Auswahl muss also stimmen. Hinzu kommt die Orientierungsfrage: Welcher von fünf Spezialisten zu einem Thema ist der richtige? Hilfestellungen wie das Top Brand Corporate Health Siegel oder Benchmarks aus Best-Practice-Cases können entlasten, ersetzen aber keine eigene Bewertung. Der zweite Engpass ist Budget: Wer kein Budget hat, kann auch nichts ausprobieren – ein Teufelskreis. Verstärkt wird das durch die schwierige Wirkungsmessung: BGM zahlt langfristig auf Krankenstand, Fluktuation und Produktivität ein, kurzfristige Effekte sind kaum vorzeigbar. Der pragmatische Ausweg laut Praxisbeispiel aus dem Webinar: BGM nicht nur über Gesundheit argumentieren, sondern als Hebel für Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeitendenzufriedenheit und Umsatzfähigkeit positionieren. Wer im internationalen Konzern arbeitet, sollte zusätzlich den Blick zu Kolleg:innen in Märkten mit arbeitgeberfinanzierter Krankenversicherung suchen – dort ist Prävention häufig längst fest in der Finance-Logik verankert.

Die Vorteile einer All-in-One BGM Plattform

Eine All-in One BGM Plattform setzt genau an diesen Engpässen an. Statt jede Gesundheitsmaßnahme einzeln einzukaufen, zu integrieren und zu kommunizieren, läuft alles über einen Zugang: jeden Monat neue passende Gesundheitsangebote, alles aus einer Hand ohne Aufwand und Bürokratie, kontinuierliche und individuelle Kommunikation an die Mitarbeitenden, jederzeit Transparenz darüber, was wie genutzt wird, sowie die konsequente Nutzung aller steuerlichen Töpfe. Das Ergebnis: Mitarbeitende erleben einen Arbeitgeber, der echte Vielfalt bietet – und werden zu Fans. HR und BGM gewinnen Steuerbarkeit zurück, weil sie auf Daten statt auf Bauchgefühl entscheiden können. Und Finance bekommt einen klaren Business Case, weil ein Budget mehrere Bedarfe abdeckt und steuerliche Spielräume sauber gehoben werden.

Wo machtfit steht und wohin die Reise geht

machtfit ist 2011 als Marktplatz für lokale Präventionskurse gestartet und hat das Angebot kontinuierlich ausgebaut: digitale Präventionskurse, eigene Firmenangebote, textbasierte Inhalte, lokale und digitale Non-Prevention-Angebote, Challenges, Live-Content, Gesundheitsprodukte und Impfungen. Aktuell wird die Kategorie Firmenfitness integriert. Die Zielperspektive bis 2027 ist klar: Employee Essentials – also alles, was Mitarbeitende brauchen, um körperlich und mental fit produktiv zu arbeiten. Dazu zählen perspektivisch auch Bike Leasing, Employee Assistance, Coaching, Kinder- und Pflegebetreuung sowie medizinische Lösungen. Die Idee dahinter: ein Zugang, ein Budget, maximale Wirkung – statt Insellösungen mit unsichtbarer Schnittstelle.

Handlungsempfehlungen

  • Verschaffen Sie sich aktiv einen Überblick über die Anbieterklaster, die für Ihr Unternehmen relevant sind – inklusive der oft unterschätzten Bereiche Medizin, Vorsorge, Ergonomie und Betriebskrankenkassen. Wer die Landkarte kennt, trifft fundiertere Entscheidungen und vermeidet, in jeder Kategorie der nächsten Vertriebsanfrage hinterherzulaufen.
  • Bevor Sie weitere Einzelanbieter integrieren, prüfen Sie ehrlich, wie hoch der reale Integrationsaufwand pro Partner in Ihrem Unternehmen ist – Compliance, Datenschutz, IT, Kommunikation. Diese Zahl ist oft das stärkste Argument für eine zentrale Plattformlösung, weil sie den unsichtbaren Folgeaufwand sichtbar macht.
  • Argumentieren Sie BGM gegenüber Geschäftsleitung und Finance nicht nur über Gesundheit, sondern über Arbeitgeberattraktivität, Mitarbeitendenzufriedenheit und Umsatzsicherung. Gerade in Branchen mit Fachkräfteengpässen ist Mitarbeitergesundheit eine Voraussetzung dafür, überhaupt liefern zu können – und damit eindeutig auf der Wertschöpfungsseite, nicht auf der Kostenseite.
  • Bündeln Sie Budgets und steuerliche Spielräume aktiv. Statt mehrere kleine Töpfe parallel zu führen, schafft eine All-in-One BGM Plattform die Möglichkeit, ein Gesamtbudget effizient auf das gesamte Spektrum von Bewegung, Ernährung, mentaler Gesundheit und Vorsorge zu verteilen.
  • Setzen Sie auf Datentransparenz von Anfang an. Wer in Echtzeit sieht, welche Angebote von welchen Zielgruppen genutzt werden, kann Kommunikation, Kursauswahl und Investitionen schrittweise schärfen – und gewinnt damit jene Wirkungsnachweise, die im nächsten Budgetgespräch entscheidend sind.

Timecodes im Video

00:00 – Begrüßung und Vorstellung der Speaker

05:30 – Warum gibt es so viele BGM-Anbieter? Markttreiber und Erwartungen

07:30 – Steigende Benefit-Erwartungen: von 6,6 auf 8,3 unverzichtbare Benefits

10:00 – Gesundheitsziele 2023 der machtfit-Nutzer:innen

13:00 – Branche als Einflussfaktor und repräsentative Online-Befragung

16:00 – Was Mitarbeitende tun und was sie zusätzlich tun wollen

19:30 – Klasterung der BGM-Anbieterlandschaft auf dem Miroboard

23:30 – Diskussion: fehlende Klaster wie Medizin, Vorsorge, Ergonomie

29:30 – Herausforderungen: Aufwand, Budget, Verantwortlichkeit

36:00 – Vorsorgende Instandhaltung als Bild für betriebliche Prävention

40:00 – Internationaler Vergleich: Krankenversicherung als Finance-Hebel

43:00 – BGM als Argument für Arbeitgeberattraktivität und Umsatzfähigkeit

46:00 – Vorteile einer All-in-One BGM Plattform und Ausblick Employee Essentials

Das Netzwerk für HR-Verantwortliche, die Gesundheit strategisch denken.

hr health gibt Personalabteilungen Austausch mit Peers, praxisnahe Impulse und belastbare Daten an die Hand – für mehr Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit und Bindung bei Mitarbeitenden.