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Mitarbeitenden-Report: Was Beschäftigte in Deutschland wirklich bewegt

Strategische BGM-Insights aus 320.000 Nutzerdaten und aktuellen Branchenzahlen für datenbasierte Gesundheitsförderung.

Dr. Christian Becker

Product Lead bei machtfit

Foto von Simon Brzoska, Sprecher im Webinar zum Thema "Periode und Menopause im BGM-Kontext"

Simon Brzoska

Content Lead bei machtfit

BGM Mitarbeiterbedürfnisse Deutschland stehen im Fokus dieses datenreichen Reports: Der Krankenstand erreichte 2024 mit 17,7 Tagen einen neuen Höchststand, während psychische Erkrankungen um 47% zulegten. Gleichzeitig zeigen 320.000 machtfit-Nutzerdaten, was Ihre Belegschaft wirklich braucht. Sie erfahren, wie Sie mit gezielten Maßnahmen auf mentale Gesundheit, individuelle Fitness- und Ernährungswünsche eingehen und BGM als strategischen Wettbewerbsvorteil etablieren. Konkrete Zahlen zu Krankheitskosten (bis zu 6400€ pro Mitarbeiter) und Fluktuationsraten machen den Business Case für Ihre Geschäftsführung messbar.

Was Sie aus dem Webinar mitnehmen 

  • Branchenzahlen 2024 → Krankenstand auf 17,7 Tagen, psychische Erkrankungen +47%, Fluktuationskosten bei 43.000€ pro Neueinstellung. 
  • Gesundheitsziele der Mitarbeiter → Gewichtsreduktion, Kraft/Muskelaufbau und Verspannungen lösen führen die Prioritätenliste an. 
  • Mentale Gesundheit im Fokus → 52% fühlen sich müde/erschöpft, wünschen sich Stressmanagement, Massage und Entspannungsübungen. 
  • Fitness- und Ernährungswünsche → Fitnessstudio/Kraft (64%), ausgewogene Ernährung (44%) und zuckerreduzierte Kost stehen hoch im Kurs. 
  • Strategische BGM-Empfehlungen 2025 → BGM als Wettbewerbsvorteil, hybride/personalisierte Angebote und ganzheitliche 360-Grad-Lösungen. 

 

Die alarmierenden Branchenzahlen 2024 

Der deutsche Arbeitsmarkt steht vor gewaltigen Herausforderungen: Die Techniker Krankenkasse verzeichnete von Januar bis November 17,7 Krankheitstage pro Mitarbeiter – ein dramatischer Anstieg von 12,3 Tagen (2021). Psychische Diagnosen wie Depressionen und Angststörungen rangieren nach Atemwegserkrankungen auf Platz 2 der häufigsten Ausfallgründe. 

Fluktuation und Motivation in der Krise 

42% der Arbeitnehmer erwägen aktiv einen Jobwechsel, während nur 48% sich wirklich Mühe im Job geben. Die emotionale Bindung sinkt dramatisch: 70% der Arbeitgeber beobachten weniger Engagement. Bei Neueinstellungskosten von 43.000€ wird Mitarbeiterbindung zum wirtschaftlichen Überlebensfaktor. 

Demografischer Wandel verschärft die Lage 

Die AU-Falldauer steigt altersbedingt drastisch: von 4,7 Tagen bei 15-19-Jährigen auf 20,2 Tage bei über 60-Jährigen. Mit einer alternden Belegschaft und 3 Millionen fehlenden Fachkräften bis 2035 wird präventive Gesundheitsförderung zur Überlebenstrategie. 

Volkswirtschaftliche Dimensionen: 128 Milliarden Euro Verlust 

886 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage kosteten 2023 volkswirtschaftlich 128 Milliarden Euro. Für Unternehmen bedeutet das 200-400€ pro Krankheitstag – bei steigender Tendenz bis zu 6400€ Gesamtkosten pro Mitarbeiter jährlich. 

Was Mitarbeitende wirklich wollen: Gesundheitsziele 2024 

Die machtfit-Datenanalyse mit über 320.000 Nutzern zeigt klare Präferenzen: Gewichtsreduktion (49%), Kraft/Muskelaufbau (45%) und Verspannungen lösen (41%) dominieren. Wellness und Entspannung gewannen an Bedeutung (+4 Prozentpunkte), was den steigenden Stresslevel widerspiegelt. 

Geschlechtsspezifische Unterschiede nutzen 

Frauen priorisieren Gewichtsreduktion (53% vs. 48% Männer), Verspannungen lösen und Stressreduktion. Männer fokussieren stärker auf Kraft/Muskelaufbau (50% vs. 32% Frauen) und Ausdauerverbesserung. Diese Erkenntnisse ermöglichen zielgerichtete Ansprachen. 

Mentale Gesundheit: Der kritische Faktor 

52% der Befragten fühlen sich müde/erschöpft – ein alarmierend hoher Wert, der sich seit 2023 kaum verbesserte. Die Nachfrage nach Stressmanagement (44%), Massage/Wellness (40%) und Entspannungsübungen (40%) zeigt den dringenden Handlungsbedarf. 

Fitness- und Ernährungspräferenzen

Fitness/Kraft führt unangefochten mit 64% die Wunschliste an, gefolgt von Massage/Wellness (54%). Klassiker wie Schwimmen (34%), Radfahren (29%) und Laufen/Joggen (26%) bleiben konstant gefragt. Überraschend: Gymnastik (23%) und Tanzen (14%) gewinnen an Bedeutung. 

Ausgewogene Ernährung (44%) und zuckerreduzierte Kost (34%) stehen im Fokus. Selber kochen und Kalorienreduktion folgen mit je 28%. Intervallfasten (23%) etabliert sich als dauerhafter Trend, während vegane Ernährung mit 9% Nische bleibt. 

Beliebteste Angebotskategorien: Nahrungsergänzung auf Platz 1 

Nahrungsergänzungsmittel sprangen 2024 auf Rang 1 (+7 Plätze), gefolgt von konstant gefragter Massage. Trainingszubehör, Kochboxen und Ernährungsberatung komplettieren die Top 5. Der Trend zeigt: Mitarbeiter wollen konkrete, selbst steuerbare Gesundheitslösungen. 

Handlungsempfehlungen 

  • BGM als strategisches HR-Tool etablieren: Nutzen Sie die alarmierenden Krankenstands- und Fluktuationszahlen, um bei der Geschäftsführung ein Bewusstsein für BGM als Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Mit konkreten Kostenargumenten (6400€ pro Mitarbeiter jährlich, 43.000€ pro Neueinstellung) wird Gesundheitsförderung zur messbaren Investition statt zum Nice-to-have. 
  • Mentale Gesundheit priorisieren: 52% erschöpfte Mitarbeiter und der 47%ige Anstieg psychischer Erkrankungen erfordern sofortiges Handeln. Implementieren Sie Stressmanagement-Programme, Mental Health First Aid und niedrigschwellige Entspannungsangebote. Der ROI bei mentaler Gesundheitsförderung ist nachweislich am höchsten. 
  • Individualisierung als Erfolgsfaktor: Segmentieren Sie Ihre Angebote nach Geschlecht, Alter und Gesundheitszielen. Frauen sprechen anders auf Gesundheitskommunikation an als Männer, ältere Mitarbeiter haben andere Bedürfnisse als junge. Eine personalisierte Ansprache erhöht die Nutzungsrate dramatisch. 
  • Hybride Lösungsansätze entwickeln: Mit steigenden Homeoffice-Anteilen brauchen Sie digitale Zugänge zu lokalen Angeboten. Kombinieren Sie Fitnessstudios vor Ort mit Online-Coachings, Massagen im Unternehmen mit Entspannungs-Apps für zu Hause. 
  • Präventionskultur statt Reparaturbetrieb: Investieren Sie in Vorsorge statt Nachsorge. Frühe Intervention bei Verspannungen verhindert chronische Rückenleiden, Stressmanagement-Training reduziert Burnout-Risiken. Jeder präventiv investierte Euro spart langfristig ein Vielfaches an Krankheitskosten. 

Timecodes im Video

00:00 – Begrüßung und Webinar-Überblick  

04:05 – Krankenstandsentwicklung: 17,7 Tage Höchststand 2024  

07:26 – Volkswirtschaftliche Kosten: 128 Milliarden Euro Verlust  

10:57 – Fluktuationsproblematik: 42% erwägen Jobwechsel  

12:42 – Demografischer Wandel und Fachkräftemangel  

15:32 – Übergang zu machtfit-Nutzerforschung  

18:16 – Gesundheitsziele 2024: Gewicht, Kraft, Verspannungen  

22:39 – Gender-Unterschiede bei Gesundheitszielen  

24:15 – Mentale Gesundheit: 52% müde/erschöpft  

27:59 – Fitness-Präferenzen: Kraft dominiert mit 64%  

31:00 – Ernährungswünsche: Ausgewogenheit vor Trends  

35:03 – Beliebteste Angebotskategorien 2024  

40:45 – BGM-Empfehlungen 2025: Wettbewerbsvorteil  

47:18 – Interaktiver Workshop mit Umfragen  

1:03:05 – Zusammenfassung und Ausblick  

1:04:19 – Verabschiedung und nächste Termine 

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