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Gallup Engagement Index 2022: sinkende Mitarbeiterbindung als Herausforderung

Gallup Engagement Index 2022: sinkende Mitarbeiterbindung als Herausforderung

BGM Studien
Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Gallup-Report 2022 zeigt ein ernüchterndes Bild hinsichtlich der emotionalen Mitarbeiterbindung am Arbeitsplatz.
  • Diese befindet sich auf dem tiefsten Stand seit 2012.
  • Die Folgen zeigen sich in Fehlzeiten sowie längerfristig in einer steigenden Fluktuation.
  • Eine Schlüsselrolle sieht Gallup bei den Führungskräften und direkten Vorgesetzten.

Emotionale Bindung an Unternehmen: ein ernüchternder Abwärtstrend

Alljährlich präsentiert das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Gallup den Engagement Index für Deutschland. Ein wesentliches Merkmal ist hierbei die emotionale Bindung, die Mitarbeitende ihrer Firma gegenüber empfinden. Nach dem Gallup-Report 2022 befindet sich diese Bindung auf dem Tiefststand seit dem Jahr 2012. Aktuell geben nur 13 Prozent der Befragten an, die emotionale Identifikation mit ihrem Unternehmen sei hoch. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang gegenüber den beiden Vorjahren 2020 und 2021 (je 17 Prozent) sowie 2019 (15 Prozent). Auffallend ist, dass diese Bindung während der Pandemie zunächst zunahm. Dies kann u.a. durch den stärkeren Unternehmensfokus auf das Wohl der Belegschaft zu erklären sein. Seit 2022 sind Vorgesetzte jedoch vorwiegend mit Krisenmanagement befasst (darunter die Folgen des Ukraine-Kriegs, Energiekrise, Lieferengpässe und Inflation).

Ein Anteil von 69 Prozent der Mitarbeitenden gibt im Gallup Report 2022 an, ihre Bindung zur Firma sei gering. Besorgniserregend ist auch der Anstieg derer, die überhaupt keine persönliche Bindung empfinden oder bereits eine innere Kündigung vollzogen haben. Dieser Anteil liegt 2022 bei 18 Prozent, nachdem er in den Vorjahren zunächst von 16 Prozent im Jahr 2019 auf 14 Prozent im Jahr 2020 gesunken war.

Auswirkungen und Folgen mangelnder emotionaler Bindung: Fluktuation und Kosten

Der Gallup-Bericht 2022 legt offen, dass die Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer in Deutschland aufgrund der niedrigen emotionalen Bindung zu ihren Arbeitgebern in den letzten Jahren stetig gestiegen ist. Während 2018 noch 78 Prozent der Befragten angaben, dass sie in einem Jahr noch bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber sein wollten, ist dieser Wert im Jahr 2022 auf 55 Prozent gesunken. Auch der Anteil der Befragten, der in drei Jahren noch für das aktuelle Unternehmen arbeiten will, nahm in fünf Jahren erheblich ab. Er sank von 65 Prozent im Jahr 2018 auf 39 Prozent im Jahr 2022.

Diese Entwicklung hat erhebliche volkswirtschaftliche Auswirkungen. Die mangelnde Bindung der Mitarbeitenden kostet Unternehmen jährlich Milliarden. Wenn Arbeitnehmer innerlich gekündigt haben und sich nicht mit ihrem Arbeitgeber verbunden fühlen, führt dies zu Produktivitätseinbußen und anderen Kosten, die letztendlich auch die Wirtschaft beeinträchtigen. Im Jahr 2022 beliefen sich diese Kosten laut einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes auf eine Summe zwischen 118,1 und 151,1 Milliarden Euro. Diese Kosten entstehen durch Faktoren wie verminderte Leistungsbereitschaft, höhere Fehlzeiten und erhöhte Fluktuationsraten.

Vorteile emotionaler Bindung im Überblick

Die von Gallup durchgeführte Metaanalyse zeigt einen Zusammenhang zwischen emotionaler Mitarbeiterbindung und den Unternehmenskennzahlen. Die Metaanalyse basiert auf der Auswertung von 276 Unternehmen aus 54 Branchen mit insgesamt 2,7 Millionen Mitarbeitenden in 96 Ländern. Teams mit hoher emotionaler Bindung weisen im Vergleich zu Gruppen mit geringer emotionaler Bindung unter anderem eine geringere Fluktuationsrate und weniger Fehlzeiten auf. Ebenso lassen sich weniger Arbeitsunfälle, weniger Qualitätsmängel, bessere Kundenbewertungen und eine höhere Produktivität nachweisen.

Je größer die Anzahl der emotional hoch gebundenen Mitarbeitenden ist, desto leistungs- und wettbewerbsfähiger zeigt sich das betreffende Unternehmen.

Die Metaanalyse legt ebenso offen, dass eine hohe emotionale Bindung der Mitarbeitenden zu erheblichen Verbesserungen in mehreren Herausforderungen unterschiedlicher Unternehmensbereiche führt. Unternehmen verzeichnen beispielsweise eine um 43 Prozent geringere Fluktuation bei Mitarbeitenden mit hoher emotionaler Bindung im Vergleich zu emotional weniger gebundenen Mitarbeitenden, während Unternehmen mit einer hohen Fluktuation eine 18 Prozent geringere Fluktuation bei emotional hochgebundenen Mitarbeitenden aufweisen. Emotional hochgebundene Mitarbeitende haben darüber hinaus 81 Prozent weniger Fehltage und 64 Prozent weniger Arbeitsunfälle. Der Metaanalyse zufolge kommt es zudem bei hoher emotionaler Bindung zu 41 Prozent weniger Qualitätsmängeln. Kundenbewertungen verbessern sich um 10 Prozent.

Gute Führung als wesentlicher Beitrag zu höherer emotionaler Bindung

In der Führungskultur eines Unternehmens sieht das Beratungsunternehmen die Schlüsselrolle bei der Herausforderung langfristiger Bindung der Mitarbeitenden. Der Report zeigt, dass der Anteil hochgebundener Mitarbeitender, die in einem Jahr noch bei der aktuellen Firma arbeiten wollen, bei 86 Prozent liegt. Im Vergleich liegt der Anteil unter den Mitarbeitenden mit geringer Bindung bei nur 20 Prozent. Nur zwei Prozent derjenigen, die eine hohe emotionale Bindung angeben, befinden sich gegenwärtig auf der Suche nach einem anderen Job (gegenüber 23 Prozent derjenigen, die keine Bindung angeben).

Gleichermaßen legt die Gallup-Befragung offen, dass nur 25 Prozent der Belegschaft mit ihrer gegenwärtigen Führungskraft sehr zufrieden sind. Etwa 38 Prozent der Befragten sehen Nachholbedarf bei ihren Vorgesetzten. Mangelnde Zufriedenheit mit Vorgesetzten und fehlende emotionale Mitarbeiterbindung führen zu erhöhter Wechselwilligkeit.

Um Fluktuationen und damit verbundene volkswirtschaftlichen Kosten zu reduzieren, sollten Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die emotionale Bindung ihrer Mitarbeitenden zu stärken. Dies kann durch eine positive Arbeitsumgebung, eine wertschätzende Führungskultur und gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen erreicht werden. Durch eine höhere emotionale Bindung der Mitarbeitenden können Unternehmen ihre Produktivität und Leistungsfähigkeit steigern – und davon profitiert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit.

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Fazit zum Gallup-Report 2022

Wie aus dem Gallup-Report 2022 hervorgeht, befindet sich die emotionale Mitarbeiterbindung auf einem Tiefststand seit 2012. Führungsverantwortliche und Vorgesetzte sind mit dem Management verschiedener Krisen befasst und haben kaum Kapazitäten, sich auf die Belegschaft zu konzentrieren. Die Folgen sind ein fluktuierender Arbeitsmarkt und volkswirtschaftliche Kosten. Aus diesen Befunden leitet Gallup Handlungsbedarf ab, der insbesondere die Unternehmensführung betrifft. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit ist die erlebte Führung zu überprüfen und zu optimieren.

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