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Gesundheitsprävention in Unternehmen - Gesellschaftliche Trends und neue Krankheitsbilder

Gesundheitsprävention in Unternehmen – Gesellschaftliche Trends und neue Krankheitsbilder

BGM Studien

 

Gesundheitsprävention ist die beste betriebliche Krankenversicherung

Schaut man in Deutschland auf die größten Akteure des Gesundheitssektors – Krankenkassen und medizinische Versorgungseinrichtungen – wird deutlich, dass diese mit ihren Dienstleistungen erst nach dem Eintreten von Beschwerden, Unwohlsein oder einer Krankheit einsetzen.

Da stellt sich doch die Frage: Wieso setzen wir nicht schon vorher an und lassen es erst gar nicht so weit kommen? Wieso erst aktiv werden, wenn es eigentlich schon zu spät ist? Insbesondere die stark ansteigenden Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen können in vielen Fällen durch einen gesundheitsbewussten Lifestyle verhindert, verzögert oder in ihrem Verlauf günstig beeinflusst werden. Gesundheit ist in den meisten Fällen kein Zufall, sondern das Ergebnis einer dauerhaften Auseinandersetzung mit seinem Körper und einer gesundheitlichen Für- und Vorsorge.

Obwohl die Gesundheit das wichtigste Gut eines jeden Menschen ist, nimmt man sich oft mehr Zeit für die Freunde, die Familie, den Lebensgefährden, den Kollegen, den Chef, den Hund oder manchmal sogar für das Auto, anstatt sich um seine Lebensgrundlage zu kümmern.

Lassen Sie ihren Körper und den ihrer Mitarbeiter nicht erst einrosten, bevor Sie etwas unternehmen. Schützen Sie ihn gezielt vor gesundheitlichen Einschränkungen und Verletzungen, indem Sie sich regelmäßig um ihn kümmern und ihn einölen.

Gesundheitsprävention

 

Was verstehen wir unter Gesundheitsprävention?

Die Gesundheitsprävention oder Gesundheitsvorsorge setzt vor der Entstehung von Krankheiten, Verletzungen oder Beeinträchtigungen an und legt somit den Fokus auf die Erhaltung von Gesundheit bzw. die Vermeidung von Krankheiten. Dadurch können gesundheitliche Einschränkungen verhindert, verzögert oder weniger wahrscheinlich gemacht werden. Dieses Vorgehen ist wesentlich einfacher und effektiver als nach einer Erkrankung wieder gesund werden zu müssen.
Der Begriff Gesundheitsprävention sorgt oft für Verwirrung, da er wörtlich übersetzt die Verhütung der Gesundheit bedeutet. Aus diesem Grund werden oftmals die alternativen Begriffe Gesundheitsförderung oder Krankheitsprävention herangezogen.

Je nach Zeitpunkt und Intervention werden verschiedene Formen der Prävention unterschieden, die zusammen die klassische Präventionstriade bilden. Die Primärprävention hat zum Ziel, die Gesundheit zu fördern und zu erhalten sowie die Ursachen von Erkrankungen zu bekämpfen, bevor diese entstehen. Maßnahmen der Primärprävention sind beispielsweise Aufklärungen, Gesundheitserziehung oder Informations- und Wissenskampagnen (§20-24 SGB V). Die Früherkennung von Erkrankungen oder gesundheitlichen Veränderungen bei Risikogruppen sowie das Verhindern des Fortschreitens einer Krankheit durch Frühdiagnostik und -behandlung fallen unter die Sekundarprävention. Screening-Untersuchungen und Check-up-Programme sind hierfür verbreitete Maßnahmen (§ 25-26 SGB V). Nachdem eine Erkrankung bereits manifest geworden ist, kann die Tertiärprävention eine Verschlimmerung der Schwere und Ausweitung verringern, ein Wiederauftreten verhindern oder Folgestörungen und Rückfälle vorbeugen (§43 SGB V).

Obwohl alle drei Präventionsphasen von Bedeutung sind, gilt: je früher desto besser.

Versuchen Sie demnach eine gute Kombination zwischen primär- und sekundärpräventiven Maßnahmen in ihr betriebliches Gesundheitsmanagement zu integrieren, damit Sie die Erkrankungen und Fehlzeiten vor ihrer Entstehung abfangen können.

Gesundheitsprävention im Unternehmen

Über gesetzliche Vorschriften hinausdenken

Gesundheitsprävention sollte sich jedoch nicht alleine auf Impfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Ernährungsberatungen oder Kampagnen gegen Nikotin, Drogen und Übergewicht reduzieren. Gesundheit ist viel mehr als gesetzliche Vorschriften und sollte vor allem individuell betrachtet werden, da jeder Mensch anders ist. Genau aus diesem Grund ist jeder sein eigener Experte, der sich selbst am besten kennt und weiß, was ihm gut tut, was er für sich und seinen Körper braucht und auf was er lieber verzichten sollte.

Besonders im betrieblichen Kontext sollten Sie gesundheitliche Angebote für ihre Mitarbeiter nicht nur an Gesetzen, Vorschriften oder Best-Practice-Beispielen festnageln. Schauen Sie über den Tellerrand, versetzen Sie sich in die Lage der Beschäftigten und versuchen Sie ihre Bedürfnisse und Lebensweisen zu verstehen. Natürlich können und sollten Sie nicht von jedem Mitarbeiter ein individuelles Profil erstellen und daraus Maßnahmen ableiten. Was Sie jedoch machen können, ist die verschiedenen Generationen und deren unterschiedliche Charakteristiken kennenlernen, analysieren und dieses Wissen in die Planung ihres betrieblichen Gesundheitsmanagements einfließen lassen.

 

Was genau kann das Unternehmen tun?

Jeder Mensch muss selbst etwas für seine Gesundheit tun und Verantwortung dafür übernehmen. Verantwortung für die eigene Gesundheit gehört in der heutigen Welt zu einer bewussten Lebensführung. Die Eigeninitiative, der Antrieb sowie der Wille für Gesundheitsprävention lassen sich demnach nicht durch ein betriebliches Gesundheitsmanagement beeinflussen – darin liegt aber auch nicht ihre Aufgabe.

Durch die Generierung von passenden Rahmenbedingungen können Sie jedoch als Arbeitgeber ihre Belegschaft vor bestehenden Gesundheitsgefahren schützen und Krankheiten verhüten. Zum anderen können Sie zu einer gesundheitsförderlichen Lebensweise sowie zur Fürsorge der eigenen Gesundheit anregen. Im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements können Sie ihre Mitarbeiter im Berufsalltag sensibilisieren, motivieren und einen kleinen Anstoß für einen gesundheitsbewussten, präventiven Lebensstil geben.

Der Wunsch der Menschen nach Selbstverantwortung und -bestimmung wächst und kann auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement sinnvoll umgesetzt werden. Nutzen Sie die aktuellen Trends und Neigungen zu einem steigenden Gesundheitsbewusstsein, einer wachsenden Eigenverantwortung und Auseinandersetzung mit dem Thema Gesundheit. Innovatives, erfolgreiches und nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement muss sich an die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen, offen für Neues sein und die Mitarbeiter mit ihren individuellen Lebensweisen in den Fokus stellen.

Durch den stetigen Wandel, der extremen Beschleunigung sowie den schnellen Veränderungszyklen unserer heutigen Welt, entwickeln sich kontinuierlich neue gesellschaftliche Lifestyles und Krankheitsausprägungen. Diese gilt es ebenfalls zu erfassen, zu verstehen, betriebsspezifisch zu analysieren und im Idealfall mit in ihr BGM aufzunehmen.

Gesundheitsprävention: BGM-Maßnahmen, die die breite Masse mitreißen und Begeisterung erwecken, fördern das Arbeitsklima

Von der jüngeren Generation und ihrer Lebensweise lernen

Studien belegen, dass die jüngere Generation sehr gesundheitsbewusst ist und bereits automatisch permanentes individuelles betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsfürsorge betreibt.1 Wieso diesem Trend nicht folgen und für die Gesundheit aller Mitarbeiter im Betrieb nutzen? Dafür müssen Sie jedoch erst die Lebensweisen, Ansichten und Anforderungen der jungen Leute kennen und verstehen. Hören Sie dabei auf die Interessen der sogenannten Generationen Y und Z und orientieren Sie sich nicht ausschließlich an der breiten Masse der Beschäftigten.

Die Generation Z, die ab 1990 geboren sind, besitzt ein besseres Gesundheitsbewusstsein, kann Stress eher kompensieren und kann dadurch ihre Lebensqualität erhöhen. Zudem essen sie gesünder, schlafen mehr, trinken weniger Alkohol, betreiben mehr Sport und sind weniger am Smartphone.

Versuchen Sie die neuen Generationen zu verstehen, gehen sie auf ihre Bedürfnisse ein und nutzen sie ihre gesunden Eigenschaften für den gesamten Betrieb. Geben Sie den jungen Mitarbeitern die Möglichkeit, ihr positives Verhältnis zur eigenen Gesundheit frei und ungezwungen im Betrieb auszuleben und an die anderen Kollegen weitergeben zu können. Dadurch können Sie im Rahmen eines generationsübergreifenden betrieblichen Gesundheitsmanagements eine Bereicherung für eine zukunftsorientierte Personalarbeit sowie einer nachhaltigen Entwicklung ihres Unternehmens erzielen. Eine detailliertere Anleitung für ein generationsübergreifendes BGM finden Sie hier.

Manchmal sind es die einfachsten Dinge, die zu einer langfristigen Verbesserung führen. Verständnis, Förderung und individuelle Unterstützung sind hier die Schlüsselwörter zum Erfolg!

Welche gesellschaftlichen Trends und zunehmenden Krankheitsbilder müssen Sie auf der Agenda haben?

  • Neuartige Suchterkrankungen und Abhängigkeiten

    Neben den bekannten Suchterkrankungen wie Alkohol-, Tabak- und Cannabissucht haben sich in Deutschland in den letzten Jahren bedingt durch die Veränderungen der Lebens- und Arbeitswelt neue, nicht zu unterschätzende Süchte entwickelt. Besonders durch die Digitalisierung und den damit einhergehenden Fokus auf mobile Medien, Online-Aktivitäten und ständige Erreichbarkeit haben sich beispielsweise verschiedene Formen der Medien- und Onlinesucht entwickelt. Aktuell wird in Deutschland von circa 560.000 Online-Süchtigen und circa 2,5 Millionen problematischen Nutzern ausgegangen.1 Zudem kann von einer recht hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, sodass die Behandlungs- und Therapiemöglichkeit sehr gering sind.

    Die Ausprägung der Abhängigkeit kann dabei vielseitig sein und beispielsweise vom Spielen im Internet, übermäßigem Online-Shopping, exzessiver Informationsrecherche oder Surfen in sozialen Netzwerken geprägt sein. Durch die hohe Anzahl an Abhängigen und Suchtgefährdeten werden Arbeitgeber aktuell und vermutlich auch in Zukunft immer stärker mit dieser Problematik konfrontiert werden. Da in den meisten Branchen und Unternehmen mit Internetzugängen gearbeitet wird, können Online-Anwendungen ganz einfach nicht nur zu dienstlichen, sondern auch zu privaten Zwecken missbraucht werden

    Die Problematik für die Unternehmen ergibt sich dabei nicht nur durch die verschwendete Arbeitszeit. Mit der Internet- und Spielsucht können eine Reihe von psychischen als auch körperlichen Begleiterscheinungen und Erkrankungen einhergehen. Laut einer Studie aus 2015 leiden über 80 % der Online-Süchtigen auch an Depressionen.3

    Die Symptomatik wirkt sich dabei auch gravierend auf die Arbeitsleistung und das Arbeitsumfeld aus. Durch die kurze Aufmerksamkeitsspanne und Antriebslosigkeit können wichtige Aufgaben unter Umständen nicht mehr sorgfältig erledigt werden. Ähnlich verhält es sich mit Schlafstörungen und -defiziten, wenn Online-Spiele bis spät in die Nacht hinein gespielt werden. Dies schlägt sich wiederum auf die Aufmerksamkeit, Konzentration und Motivation während der Arbeitszeit nieder. Nicht selten nehmen die Süchtigen auch einen Verlust der Arbeitsstelle oder eines sozialen Abstiegs in Kauf, um ihr pathologisches Spielverhalten weiterführen zu können.4

    Ein anderer Trend findet sich in der zunehmenden Verbreitung des Missbrauchs von Arzneimitteln, welche sich nicht nur bei der Belegschaft von medizinischen Versorgungseinrichtungen findet. Wer heutzutage bestimmte Medikament oder Rauschgifte regelmäßig konsumieren möchte, findet auch ohne ein Rezept Wege und Möglichkeiten an diese zu gelangen.

    Dabei reicht die Bandbreite von Schlaf- und Beruhigungsmittel, die z.B. auch in Folge von Überforderung und Stress konsumiert werden, über die »klassischen« Drogen wie Heroin, Kokain und Cannabis bis hin zu den synthetischen Drogen. Der Weltdrogenbericht von 2014 warnt vor dem Anstieg synthetischer Drogen wie Speed, Ecstasy und Crystal, die noch vernichtender wirken als Heroin und Kokain.5

    Kokain, die Droge der Reichen und Schönen, wird beispielsweise oft von Berufstätigen konsumiert, um höhere Leistungsfähigkeit, Kreativität und Wachheit sowie ein steigendes Selbstbewusstsein zu erlangen. Besonders in höheren (Management-)Positionen mit andauerndem Arbeits- und Leistungsdruck verführen die Drogen mit ihrer aufputschenden, euphorisierenden Wirkung, der Energiesteigerung sowie der Unterdrückung von Müdigkeit und Erschöpfung.

    Die Folgen können verheerend sein – sowohl für den Abhängigen als auch für die Firma. Langzeitkonsumenten von Marihuana können beispielsweise in Antriebs- und Teilnahmslosigkeit verfallen sowie kontinuierlich ihre Leistungsfähigkeit verlieren. Dies kann unberechenbare Verhaltensweisen während der Arbeit nach sich ziehen, die besonders bei bestehendem Kundenkontakt zu gravierende Folgen für das Geschäft führen kann.

 

  • Allergien und Asthma auf dem Vormarsch

    In den letzten Jahren haben sich Allergien in ihren verschiedenen Ausprägungen zu Volkskrankheiten entwickelt. Grund dafür stellt zwar zum einen die gewachsene Aufmerksamkeit der Bevölkerung gegenüber allergischen Erkrankungen dar. Zum anderen lässt sich auch eine tatsächliche Zunahme von Allergien nachweisen. Die Statistik ist erschreckend: Jeder siebte Deutsche leidet aktuell an Heuschnupfen, 40 % der Erwachsenen haben oder hatten schon einmal eine Allergie und vier bis fünf Millionen sind Asthmatiker.

    Hohe Kosten und langanhaltende belastende Folgen auf die Lebensqualität und -führung resultieren oftmals aus nicht oder falsch behandelten Allergien. Langfristig gesehen kann dies in Unternehmen zu steigenden Fehltagen und Präsentismus während der Pollenzeiten oder einem Berufsabbruch aufgrund von Berufsallergien führen. Lesen Sie zudem, wozu das unsichtbare Phänomen des Präsentismus führen kann.

    Seien Sie über solche neuen Krankheitsbilder informiert und vorbereitet. Sensibilisieren und schulen Sie ihre Führungskräfte für die Thematiken, damit diese in gewissen Fällen richtig mit ihren Mitarbeitern umgehen, Auffälligkeiten erkennen und richtig reagieren können. Experten und Anlaufstellen in der Umgebung, die auf solche Problematiken spezialisiert sind, können schon vorab identifiziert und kontaktiert werden, sodass diese im Notfall schnell herangezogen werden können.

 

  • Extreme Life-Style-Richtungen und Ausprägungen

    Derzeit ist ein deutlicher Trend zu einem gesünderen, eigenverantwortlichen, umwelt- und gesundheitsbewusstem Lebensstil zu spüren, der sich jedoch auch in vielerlei Hinsicht ins Extreme ausrichtet. Ernährungsweisen, ethische Anschauungen und Sportneigungen werden schnell zum Lebensmittelpunkt, um den alles ausgerichtet wird. Die Art, wie wir uns ernähren und bewegen, wird zum Ausdruck unseres Lebensstils, sowohl im positiven wie auch im negativen Sinne. Was wir essen und was nicht, stellt für viele Menschen ein neues Statussymbol dar.

    Der starke Boom an vegetarischen, veganen, gluten- und laktosefreien Produkten und Marken verdeutlicht die steigende Nachfrage und den Konsum der Bevölkerung. Aktuell ernähren sich etwa 8 Prozent der Deutschen vegetarisch, wovon sich circa ein Prozent rein pflanzlich bzw. vegan ernährt. Zudem steigt die Anzahl an Flexitariern und Teilzeitvegetarier. Da es sich dabei zu einem großen Teil um jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren handelt, ist in Zukunft von einem deutlichen Aufwärtstrend auszugehen.

    Die unzähligen Ernährungstrends und Diäten stehen jedoch einer gleichzeitigen Zunahme an Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Lebensmittelallergien, Übergewicht und Essstörungen gegenüber. Lebensmittelintoleranzen wie Laktose-, Fruktose- und Gluten-Unverträglichkeit nehmen beispielsweise stetig zu. Neben den bekannten Symptomen führt dies allerdings auch zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen, die mit einer Einbuße der Lebensqualität und Leistung sowohl in privater als auch beruflicher Sicht einhergehen.

    Sport und Bewegung ist gut, doch wieweit sollte man gehen und welche Folgen ergeben sich aus dem zunehmenden Fitness- und Schönheitstrend? Der aktuelle Fitnesshype zieht mittlerweile viele extreme Sportausübungen und negative Ausprägungen mit sich.  Durch den Trend zu Billigfitness trainieren viele Leute ohne oder mit nicht qualifiziertem Trainer. In den letzten Jahren hat dadurch die Anzahl an Sportverletzungen, langfristigen Belastungsschäden sowie Schmerzen durch falsche oder einseitige Belastungen beim Training zugenommen.

    Ein weiteres Problem von Fitnesstrends ist das Auslösen von Hypes, denen viele Menschen sogar schon im Teenageralter bedenkenlos folgen. Teilweise wird dies derart extrem ausgeübt, dass es bei einigen zu Magersucht, Störungen der Körperbalance, langfristiger Rücken- und Gelenkbeschwerden oder einem Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen führt. Angesichts des Bestrebens nach schnellerem Muskelaufbau und Leistungssteigerung steigt die Verwendung von Dopingmitteln wie Anabolika, wodurch beispielsweise das Herz-Kreislauf-System geschädigt wird sowie Psychosen und Depressionen entstehen können.

    Ergreifen Sie infolgedessen die Initiative und bieten Sie ihren Mitarbeitern günstige Möglichkeiten für ein gutes, kontrolliertes Fitnesstraining, indem Sie Vergünstigungen zu qualifizierten Fitnessstudios oder eigene Inhouse-Kurse mit ausgebildeten Trainern anbieten!

    Eine weitere gesellschaftliche Entwicklung stellt der Wunsch nach Unabhängigkeit, Selbstverwirklichung und Freizeit dar. Viele Menschen suchen Möglichkeiten, um der Entschleunigung der heutigen hypermobilen Gesellschaft zu entfliehen, indem sie eine Auszeit vom Job nehmen, ein Sabbatjahr einlegen oder regelmäßig ihren Arbeitgeber wechseln. Besonders die jüngeren Generationen sind heute oft bereit, weniger Stunden zu arbeiten und dadurch weniger Geld zur Verfügung zu haben, jedoch dafür mehr Zeit sich selbst und anderen Dingen widmen zu können.

    In Zukunft wird sowohl die Verbindung als auch die Trennung von Privat- und Berufsleben durch die verschiedenen Generationen gefordert werden. Arbeitnehmer sind demnach gezwungen, individuelle Lösungen zu finden, mit denen verschiedenen Wünsche und Lebensstile vereinbar und umsetzbar sind.

 

Gesundheitsprävention macht Spaß

Gesundheitsprävention macht Spaß

Eigene Erfolge zu erzielen und zu spüren macht Spaß und ermutigt zum Weitermachen. In der Gesundheitsprävention kann man bereits nach wenigen Tagen oder Wochen positive Auswirkungen sowohl auf den Körper und die Leistungsfähigkeit bemerken als auch eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens und der Zufriedenheit mit sich und der Umwelt spüren. Insbesondere kleine Gesundheitsprobleme oder ein Unwohlsein können damit schnell behoben werden und führen somit erst gar nicht zu ernsthaften Folgen. Dadurch erzielen Sie auf der einen Seite mehr Vitalität, Produktivität und Energie für ihre Beschäftigten. Auf der anderen Seite senke Sie die Wahrscheinlichkeit für Präsentismus und kurze Fehlzeiten, aufgrund von alltäglichen Verstimmungen in ihrem Unternehmen.

Animieren und begeistern Sie die Beschäftigten zu regelmäßigen kleinen Aktionen, um achtsam und bewusst mit ihrer Gesundheit im Alltag umzugehen und die Sensibilität für einen vitalen Lebensstil zu erhöhen. Gruppendynamik und Zusammenhalt können dabei die Motivation und den Erfolg steigern, schweißen die Belegschaft zusammen und schaffen schließlich ein gutes Betriebsklima. Einheitliche Interessen und Ziele stärken ebenfalls die Gemeinschaft. Versuchen Sie Spaß und Freude in das Thema zu bringen, indem Sie mit alltäglichen Dingen anfangen, die leicht umsetzbar sind, individuell gestaltet werden können und an aktuelle Trends und Krankheitsbilder anknüpfen.

Ein gesundes Frühstück ist die beste Voraussetzung für eine gute Leistungsfähigkeit im Alltag und einen fitten Start in den Tag. Unterstützen Sie zum Beispiel ihre Mitarbeiter bei der Umsetzung eines gesunden Frühstücks, indem Sie preiswerte Nahrung wie verschiedenes Obst, Joghurt, Müsli, Haferbrei, Nüsse und Smoothies zum Verkauf vor Ort anbieten. Besonders morgens nehmen sich viele Mitarbeiter vor der Arbeit nicht die Zeit, ein gesundes Frühstück zuzubereiten und greifen auf die schnelleren Varianten wie Backwaren, Cornflakes oder Coffee-to-go zurück.

Darüber hinaus sollten Sie versuchen, Raum und Zeit für die Diversität der Gesundheitsrichtungen zu lassen sowie Rahmenbedingungen für die neuen Lebens- und Anschauungsweisen der unterschiedlichen Generationen in ihrem Unternehmen zu schaffen. Ermöglichen Sie individuelle Arbeitszeiten, jährlich flexible Arbeitsmodelle und unterschiedliche Arbeitsweisen wie Home-Office-Modelle oder Mobile-Office-Lösungen. Respektieren und fördern Sie die verschiedenen gesundheitlichen Ausprägungen ihrer Mitarbeiter, solange diese nicht in krankhafte Extreme überschlagen. Schaffen Sie Möglichkeiten und Voraussetzungen für einen proaktiven Austausch der Generationen, damit diese im Bereich der Gesundheitsprävention und Fürsorge voneinander lernen, profitieren und sich gegenseitig unterstützen können.

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Quellen

  1. Scholz, C. (2014): Generation Z: Wie sie tickt, was sie verändert und warum sie uns alle ansteckt. 1. Auflage. Weinheim: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co.
  2. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Bundesministerium für Gesundheit (Hrsg.) (2016): Drogen- und Suchtbericht. Juni 2016. Paderborn: Bonifatius GmbH.
  3. Vukicevic, A. & te Wildt, B. (2015): Diagnostik der Internet- und Computerspielabhängigkeit. In: Christoph Möller (Hrsg.). Internet- und Computersucht. Ein Praxishandbuch für Therapeuten, Pädagogen und Eltern. Stuttgart: Kohlhammer Verlag, S. 109-125.
  4. Willemse, I. (2016): Onlinesucht. Ein Ratgeber für Eltern, Betroffene und ihr Umfeld. 1. Auflage. Bern: Hogrefe Verlag.
  5. United Nations Office on Drugs and Crime (2014): World Drug Report 2014. New York.

 

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