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Fehlzeiten-Report der AOK 2019: Chancen und Risiken von Home-Office für Unternehmen und Mitarbeitergesundheit

Fehlzeiten-Report der AOK: Chancen und Risiken von Home-Office für Unternehmen und Mitarbeitergesundheit

BGM Studien Personalmanagement
Im Rahmen der Digitalisierung ermöglichen immer mehr Unternehmen ihren Mitarbeitern im Home-Office zu arbeiten. Rund 20 % der Beschäftigten erledigen ihre Aufgaben heute bereits ganz oder teilweise von Zuhause aus.1 Viele Arbeitnehmer schätzen dabei vor allem die Freiheit, ihre Arbeit selbstständig planen und mehr Einfluss nehmen zu können und bei der Gestaltung ihres Tages flexibler zu sein. Der Fehlzeiten-Report der AOK zeigt nun Chancen und Risiken der Heimarbeit auf.

Das führt zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und weniger Fehlzeiten. Jedoch birgt das Arbeiten im Home-Office auch Risiken für die psychische Gesundheit und damit auch einen steigenden Bedarf für gesundheitsfördernde Maßnahmen, wie der neue Fehlzeiten-Report der AOK offenbart.

 

Ist Arbeiten im Home-Office gesünder?

Eine repräsentative Umfrage des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ging der Frage nach, wie sich die Home-Office-Arbeit auf die Gesundheit und auf die Fehlzeiten von Beschäftigten auswirkt. Dazu befragte das WIdO im Frühjahr 2019 insgesamt 2.000 Beschäftigte im Alter von 16 bis 65 Jahren. Die Ergebnisse präsentiert der aktuelle Fehlzeiten-Report der AOK für das Jahr 2019. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus haben wir hier für Sie zusammengefasst.

 

Motivation im Homeoffice

Mehr Konzentration und höhere Produktivität

Die meisten der Befragten schätzen am Home-Office vor allem das selbstständige Arbeiten und die Freiheit, sich Aufgaben flexibel einteilen zu können. Rund zwei Drittel gaben darüber hinaus an, zu Hause ein größeres Arbeitspensum zu bewältigen als am Arbeitsplatz im Unternehmen. Das kann direkt mit der besseren Konzentration, die drei Viertel bei der Arbeit am heimischen Laptop verspüren, zusammenhängen. Etwa die Hälfte der Befragten gab an, mit dem Arbeitsaufwand außerhalb des Unternehmens zufrieden zu sein.2 Neben Vorteilen wie einer höheren Arbeitszufriedenheit und Produktivität birgt das Home-Office aber auch einige Gesundheitsrisiken. Welche das sind, zeigen die Antworten auf die Fragen zum Wohlbefinden der Beschäftigten.3

Höhere psychische Belastung

AOK Fehlzeiten Report 2019 Home Office

Etwa drei Viertel der Befragten gaben im Fehlzeiten-Report der AOK an, sich in den vergangenen vier Wochen erschöpft gefühlt zu haben. Zum Vergleich: Bei den Beschäftigten, die ausschließlich im Unternehmen arbeiten, waren es nur 66 %. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage nach der erlebten Wut und Verärgerung: Hier stimmte 69,8 % der Beschäftigten im Home-Office zu, Gefühle dieser Art verspürt zu haben, während es in der anderen Gruppe nur 58,6 % waren. Gelegentlich nervös und reizbar zu sein, gaben 67,5 % der Beschäftigten an, die außerhalb des Unternehmens arbeiten. In der Gruppe der Beschäftigten, die im festen Büro arbeiten, waren es nur 52,7 %, die sich bei der Arbeit mit Gefühlen dieser Art konfrontiert sehen.2 Weitere Beschwerden, die im Home-Office häufiger zu beobachten sind als im Unternehmen, sind Lustlosigkeit und Schlafstörungen.3

Digitalisierung weicht Grenze zwischen Beruf und Privatleben auf

Einer der Hauptgründe, warum die psychische Belastung im Home-Office höher ist als im Büro, ist das Verschwimmen der Grenze zwischen Berufs- und Privatleben. Durch die Digitalisierung und die damit einhergehende ständige Verfügbarkeit schrumpfen wichtige Erholungsphasen zusammen. So gab beispielsweise ein Drittel der Beschäftigten an, die Arbeitszeit gelegentlich auf die Abendstunden oder das Wochenende zu verlegen.  Ganze 38,3 % beklagten nach der Arbeitszeit nicht abschalten zu können – das sind rund 10 % mehr als bei Beschäftigten, die im Betrieb arbeiten. Das wiederum kann damit zusammenhängen, dass jeder fünfte Mitarbeiter im Home-Office auch außerhalb der Arbeitszeiten berufliche Anrufe und E-Mails erhält.3

Höhere psychische Belastung, aber geringere Fehlzeiten

AOK Fehlzeiten Report 2019 Fehltage

Trotz der höheren psychischen Belastung fallen die Fehlzeiten bei Beschäftigten im Home-Office mit 7,7 Tagen geringer aus als bei Mitarbeiten im Betrieb, die durchschnittlich 11,9 Tage fehlen. Dieses auf den ersten Blick überraschende Ergebnis lässt sich unter anderem mit der größeren Flexibilität der Home-Office-Mitarbeiter erklären. So vermutet Helmut Schröder, stellvertretender WIdO-Geschäftsführer und Mitherausgeber des aktuellen Fehlzeiten-Reports, dass diese Mitarbeiter ihre Ressourcen und Arbeitszeiten »passgenauer einteilen« – auch im Krankheitsfall berücksichtigen.1 Anders als Beschäftigte mit vorgegebenen Arbeits- und festen Präsenzzeiten im Betrieb können Home-Office-Mitarbeiter rund um die Uhr die digitalen Möglichkeiten ihrer Tätigkeit nutzen und so die durch Krankheit verlorene Arbeitszeit selbstständig nachholen, wann immer sie sich dazu in der Lage fühlen.

 

Bedarf für Weiterbildung und digitales BGM steigt

Bei der zunehmenden Digitalisierung und den damit einhergehenden Änderungen des Arbeitsalltags mit all ihren Vor- und Nachteilen, ist es wichtig, dass die Beschäftigten diese Anforderungen bewältigen können. Hier besteht ein großer Bedarf an Weiterbildungsmaßnahmen. Auch die Unternehmen sind gefragt und können ihre Mitarbeiter durch entsprechende Angebote und gesundheitsfördernde Maßnahmen im Rahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützen. Hier bietet sich ein digitales BGM mit Partnern wie der Onlineplattform machtfit an, die bundesweit regionale Präventionskurse und andere gesundheitsfördernde Maßnahmen anbietet. Hier können Beschäftigte genau die Kurse wählen, die auf ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt sind. Ein digitales Betriebliches Gesundheitsmanagement hat den Vorteil, dass die Beschäftigten die Angebote unabhängig von Ort und Zeit nutzen können und ist deshalb gerade für Mitarbeiter im Home-Office ideal geeignet.5

 

Aktueller Krankenstand im Fehlzeiten-Report der AOK

Basierend auf den Daten von 13,9 Millionen bei der AOK versicherten Arbeitnehmern aus über 1,6 Millionen Betrieben wurde für den Fehlzeiten-Report der AOK der Krankenstand 2018 analysiert. Es zeigte sich, dass dieser im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % auf 5,5 % gestiegen ist. Auf Fehltage umgerechnet bedeutet das, dass jeder AOK-Versicherte im Jahr 2018 im Durchschnitt 19,9 Tage krankheitsbedingt gefehlt hat. Im Jahr 2017 waren es vergleichsweise 19,4 Tage. Insbesondere die Erkältungswelle Anfang 2018 hat mit 3,5 Fehltagen pro AOK-Mitglied – und damit 10,5 % oder 0,2 Fehltage mehr – zu dem Anstieg der Fehlzeiten beigetragen. Die häufigsten Erkrankungen, die im letzten Jahr zu Fehltagen führten, waren

  • Atemwegserkrankungen (52,8 pro 100 AOK-Versicherte)
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen (34,2 pro 100 AOK-Versicherte)
  • psychische Erkrankungen (11,4 pro 100 AOK-Versicherte)

Die psychischen Erkrankungen stellen eine Besonderheit dar, da zum einen die Zahl der durch sie verursachten Fehltage in den letzten zehn Jahren um 64,2 % gestiegen ist. Zum anderen sind psychische Erkrankungen meist mit langen Ausfallzeiten verbunden. Während die Ausfalldauer bei Erkrankungen im Durchschnitt pro Fall 11,8 Tage beträgt, liegt sie bei psychischen Erkrankungen bei 26,3 Tagen. 3

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