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DAK-Psychoreport 2020: Krankschreibungen wegen psychischer Probleme mehr als verdreifacht

DAK-Psychoreport 2020: Krankschreibungen wegen psychischer Probleme mehr als verdreifacht

BGM Studien
Vor wenigen Tagen ist der aktuelle DAK-Psychoreport erschienen. Die Langzeitanalyse untersucht die Häufigkeit von Arbeitsausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen. Hierzu wertete das IGES Institut im Auftrag der DAK die (anonymisierten) Daten von über 2 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus.

Immer mehr Menschen fehlen wegen psychischer Erkrankungen im Job. Die Corona-Krise birgt neue Belastungen für Arbeitnehmer. Was bedeutet das für die Mitarbeitergesundheit in Ihrem Unternehmen? Die Zahlen zeigen, dass Prävention – auch im Unternehmen – immer wichtiger wird.

Rasanter Anstieg von Arbeitsausfällen aufgrund psychischer Erkrankungen

Die Zahl der Arbeitsausfälle aufgrund psychischer Erkrankungen lag im Jahr 2019 bei rund 260 Fehltagen pro 100 Versicherten. Das ist ein neuer Höchststand und 24 Fehltage mehr als im Jahr zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2000 entspricht dies einem Anstieg von 137 %. Nie zuvor seit Beginn des DAK-Psychoreports im Jahr 1997 gab es so viele Krankschreibungen wegen psychischer Probleme. In Zahlen: Seit 1997 sind die Fehlzeiten wegen psychischer Probleme um 239 % gestiegen. Gleichzeitig ist der Krankenstand insgesamt jedoch nicht in vergleichbarem Maß angestiegen.

DAK-Vorstandschef Andreas Storm sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung dafür, dass psychische Erkrankungen nicht nur für die betroffene Person eine Belastung darstellen. Vielmehr seien sie eine »enorme Herausforderung« für »unsere ganze Gesellschaft«.

 

Häufigste psychische Erkrankungen: Depressionen und Anpassungsstörungen

Traurige Spitzenreiter unter den Einzel-Diagnosen waren 2019 Depressionen und Anpassungsstörungen. Insgesamt 105 Fehltage (pro 100 Versicherte) waren die Folge einer Krankschreibung wegen Depression und 59 Fehltage wegen psychischer Erschöpfung (Anpassungsstörungen). Danach folgten neurotische Störungen (26 Fehltage) und Angststörungen (19 Fehltage).

Den auffälligsten Anstieg bei den Krankschreibungen wegen psychischer Probleme wiesen die Anpassungsstörungen auf. Ihre Zahl hat sich seit dem Jahr 2000 von rund 14 Fehltagen auf 59 Fehltage mehr als vervierfacht. Oder anders ausgedrückt: Sie stieg um 332 % an. Nicht so stark, aber auch deutlich angestiegen ist die Krankschreibung wegen Depression. Im Jahr 2000 entfielen »nur« 37 Fehltage auf Depressionen. Die Fehlzeiten von 105 Tagen im Jahr 2019 entsprechen einem Anstieg von 184 %.

Arbeitsausfälle nach Geschlecht, Branche und Bundesland

Laut DAK-Psychoreport steigt mit zunehmendem Alter die Anzahl der Fehltage. Unabhängig vom Alter waren jedoch auch 2019 erheblich mehr Frauen (328 Fehltage/100 Versicherten) wegen psychischer Erkrankungen krankgeschrieben als Männer (203 Fehltage). Auch zwischen den Branchen zeigen sich deutliche Unterschiede, die am stärksten betroffenen Branchen finden Sie in dieser Grafik im Überblick:

AU-Tage aufgrund psychischer Erkrankungen nach Wirtschaftsgruppen 2019

Der Vergleich zwischen den einzelnen Bundesländern offenbart regionale Unterschiede in der psychischen Mitarbeitergesundheit. Die meisten Krankschreibungen wegen psychischer Probleme wurden 2019 im Saarland verzeichnet (340 Fehltage / 100 Versicherte), die wenigsten in Baden-Württemberg (207 Fehltage). Auf den Plätzen 2 und 3 der Bundesländer mit den meisten Fehlzeiten wegen psychischer Probleme waren Berlin (303) und Brandenburg (301).

Bundesregierung: Offensive für psychische Gesundheit

Auch Arbeitsminister Hubertus Heil sieht bei dem Problem der Krankschreibung wegen psychischer Erschöpfung Handlungsbedarf. Nicht zuletzt, weil er befürchtet, dass auch die Corona-Pandemie »eine ganze Menge psychosozialer Folgen haben« wird. Deshalb plant die Bundesregierung – unter Beteiligung des Arbeits-, Gesundheits- und Familienministeriums – eine Offensive für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz, die laut Heil dieses Jahr starten soll.

Auch DAK-Vorstandschef Storm begrüßt diese Pläne der Bundesregierung zur Förderung der Mitarbeitergesundheit. Er betont, dass »auch Arbeitgeber psychische Belastungen und Probleme aus der Tabuzone holen und ihren Mitarbeitern Hilfe anbieten« müssen.

Dazu gehört, dass sich das Verständnis von Gesundheit grundlegend ändert und fest in der Unternehmenskultur verankert wird. Doch die psychische Mitarbeitergesundheit wird in den Unternehmen Experten zufolge heute noch viel zu sehr vernachlässigt, obwohl sie für einen Großteil der Fehlzeiten verantwortlich sind. Dabei könnten durch konsequente Präventionsmaßnahmen für gesunde Mitarbeiter und die frühzeitige Behandlung psychischer Erkrankungen mehrere Millionen Krankentage und Milliarden Euro Krankheitskosten jährlich eingespart werden.

Gesunde Mitarbeiter bedeuten für Unternehmen jedoch nicht nur weniger Krankschreibungen: Sie sind auch zufriedener, leistungsfähiger und motivierter und die Basis des Unternehmenserfolgs. Umso wichtiger ist es, dass sich Arbeitgeber Vorsorgemaßnahmen treffen, um beispielsweise das Risiko für eine Krankschreibung wegen psychischer Erschöpfung zu verringern.

Psychische Gesundheit rückt in den Fokus: Unternehmen müssen aktiv werden

Die Zahlen des aktuellen DAK-Reports machen deutlich, dass die Prävention und die Förderung der psychischen Gesundheit große Bedeutung für Unternehmen haben und ein verstärktes Engagement nötig ist: In vielen Unternehmen herrschen nach wie vor Einzelmaßnahmen vor und es fehlen Ressourcen, um das Thema umfassend anzugehen.

Da die Gründe einer psychischen Erkrankung sehr komplex sind, werden auch vielfältige Angebote für die Mitarbeiter benötigt. Ziel muss sein, dass jeder Mitarbeiter sein individuell passendes Angebot findet. Digitale Angebote können hierbei das Angebot sinnvoll erweitern und auch das Vertrauen und die Akzeptanz erhöhen, da die Anonymität gewahrt wird. Bei machtfit haben Ihre Mitarbeiter die Wahl: Neben zahlreichen Präsenzangeboten können Ihre Mitarbeiter an digitalen Kursen teilnehmen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Themen Achtsamkeit, Mediation, Entspannung und Resilienz: Mit verschiedenen Präventionskursen von regionalen Studios oder Online-Anbietern wie Selfapy, GET.ON, Flow Lab, YogaEasy oder Fitbase können Mitarbeiter ihre eigene Widerstandsfähigkeit stärken. Ihre Mitarbeiter entscheiden hierbei selbst, wie sie die mentale Gesundheit stärken: Sie können beispielsweise Stressauslöser verstehen und lernen besser mit stressigen Situationen umzugehen. Auch eine Betreuung von einem erfahrenen Psychologen mit regelmäßigen Gesprächen findet sich auf der machtfit-Plattform. Ebenso geführte Meditationen oder vielfältige Yoga-Angebote.

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