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Fluktuationsrate berechnen und erfolgreich in Unternehmen senken

Fluktuationsrate berechnen und erfolgreich in Unternehmen senken

Aufgrund der guten Wirtschaftslage wechseln Arbeitnehmer häufiger den Job. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat eine Zunahme der Fluktuation festgestellt von 27,5 % im Jahr 2011 auf 31,0 % im Jahr 2015. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie die Fluktuationsrate berechnen und mit welchen Maßnahmen sie gesenkt werden kann.

Eine hohe Fluktuationsquote in Unternehmen führt zu verschiedenen Herausforderungen:

  • Mit den erfahrenen Mitarbeitern geht wertvolles Know-How verloren.
  • In Zeiten des demografischen Wandels ist es für Unternehmen immer schwieriger, offene Stellen adäquat zu besetzen – die Auswahl an Bewerbern wird immer kleiner.
  • Unterschätzt werden oft die Fluktuationskosten: durchschnittlich ergibt sich ein Mindestbetrag von 43.069 € pro Fluktuationsfall im Unternehmen (Studie: Kompetenz Centers ›Mitarbeiterbindung‹, Gunther Wolf, 2016)

Die Gründe für Mitarbeiterfluktuation sind vielfältig: Eine hohe Fluktuation kann auf unzufriedene Mitarbeiter oder mangelnde Arbeitgeberattraktivität hindeuten. In Zeiten des War for Talents kommt der Bindung des bestehenden Personals eine hohe Bedeutung zu.

Laut der Gallup-Studie »Engagement Index« fühlen sich nur 15 % der Beschäftigten an ihr Unternehmen gebunden. Diese fehlende Mitarbeiterbindung wirkt sich negativ auf die Produktivität und die Fluktuationsrate von Unternehmen aus. Eine Möglichkeit Ihre Mitarbeiter nachhaltig zu binden, bietet ein vielfältiges Betriebliches Gesundheitsmanagement. Eine digitale Gesundheitsplattform mit unterschiedlichen Angeboten aus den Bereichen Sport, Ernährung, Gesundheit und Wohlbefinden bildet hierzu eine zeitgemäße und individuelle Lösung.

 

Definition der Fluktuationsrate 

Der Begriff  Fluktuation bezeichnet Veränderungen des Personalbestands von Unternehmen, sie gibt Aufschluss darüber, wie viele Mitarbeiter prozentual gesehen das Unternehmen verlassen. In den verschiedenen Branchen gibt es deutliche Unterschiede: In Unternehmensberatungen beispielsweise ist die Fluktuation vergleichsweise hoch. Wenn Unternehmen ihre Fluktuationsrate vergleichen möchten, sollte dies immer innerhalb der eigenen Branche erfolgen. 

Die Fluktuationsrate gehört zu den Personalkennzahlen. Es ist ein wichtiges Steuerungsinstrument für Personalabteilungen: Die Kennzahlen ermöglichen es herauszufinden, ob es Abteilungen mit einer besonders hohen Fluktuation gibt. Gründe hierfür können z. B. Probleme im zwischenmenschlichen Bereich sein oder das Abwerben qualifizierter Mitarbeiter durch die Konkurrenz. Die Fluktuationsquote sollte für das gesamte Unternehmen und auch für einzelne Abteilungen berechnet werden, um Auffälligkeiten festzustellen und gegensteuern zu können. Auch eine regelmäßige Erhebung ist empfehlenswert, um Handlungsbedarfe zeitnah festzustellen. Aus den Analyseergebnissen können Personalabteilungen zielgerichtete Maßnahmen ableiten und die ungewollte Fluktuationsenken. 

Arten der Mitarbeiterfluktuation 

Personaler unterscheiden verschiedene Formen der Fluktuation. Eine gewisse Mitarbeiterfluktuation ist normal, denn zur Fluktuationsquote zählen z. B. auch Renteneintritte:

  • natürliche Fluktuation (Ruhestand, Todesfall) 
  • unternehmensinterne Fluktuation (Versetzung Mitarbeiter) 
  • unternehmensfremde Fluktuation (Kündigung vom Mitarbeiter oder Unternehmen)

Mit folgenden Formeln die Fluktuationsrate berechnen

Es gibt verschiedene Formeln, um die Fluktuationsquote zu berechnen. Häufig werden die BDA- und die Schlüter-Formel angewendet.  

Berechnung der Mitarbeiterfluktuation mit der BDA-Formel

Die BDA-Formel wird von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände empfohlen. Hier werden die Abgänge, die zur unternehmensfremden Fluktuation gehören, ins Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand gesetzt.

Fluktuationsquote BDA-Formel

Berechnung der Mitarbeiterfluktuation mit der Schlüter-Formel 

Bei der Schlüter-Formel werden zum Personalbestand, der am Anfang der zu berechnenden Periode im Unternehmen ist, die Zugänge hinzugezählt. Somit wird berücksichtigt, dass der Personalbestand eine Stichtagsgröße ist.

Fluktuationsquote Schlüter-Formel

Eine wichtige Ergänzung zur Berechnung der Fluktuationsrate sind Personalaustrittsgespräche. In diesen Gesprächen erfahren Sie, welche Gründe und Motive die Kündigung des Arbeitnehmers hatte. Auch hier können sich Handlungsoptionen für Personalabteilungen ergeben.

 

Fluktuationsrate im Branchenvergleich und Unterschiede der Generationen 

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die durchschnittliche Fluktuation nach Branchen berechnet: Die geringste Mitarbeiterfluktuation weisen öffentliche Verwaltungen, Banken und Versicherungen auf. In der Zeitarbeit hingegen wird das Personal rechnerisch jährlich komplett ausgetauscht: Oft sind es die Arbeitnehmer, die sich eine neue berufliche Herausforderung suchen.  

Branchenranking Fluktuation

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Institut der deutschen Wirtschaft

Das IW hat festgestellt, dass die Fluktuationsrate bei den jungen Generationen und den Best Agern besonders hoch ist. Bei der älteren Generation liegt dies häufig am Renteneintritt. Für den Nachwuchs hingegen sind neue berufliche Herausforderungen oftmals eine Chance, sich weiterzuentwickeln, und führen zu einem Jobwechsel. Besonders selten wechseln Mitarbeiter, die über 55 Jahre alt sind, den Job.

So verringern Unternehmen die Mitarbeiterfluktuation 

Fördern Sie die Mitarbeitermotivation– das bringt viele Vorteile für Ihr Unternehmen: Neben dem verbesserten Image wirkt sich eine hohe Motivation auch auf den finanziellen Erfolg von Unternehmen positiv aus – motivierte Mitarbeiter sind produktiver und kündigen seltener. Erfahren Sie mehr zum Thema Mitarbeitermotivation in unserem Leitfaden: Zum Download

Ein Unternehmen einfühlsam und gesund zu führen, ist wichtig für die Motivation und die emotionale Bindung an das Unternehmen. Sportliche Aktivitäten sind besonders zielführend, denn sie stärken den Zusammenhalt und die Gesundheit der Mitarbeiter. Mit dem digitalen Betrieblichen Gesundheitsmanagement von machtfit fühlen sich Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber wertgeschätzt (Studie Umfragezentrum Bonn) und somit stärker gebunden.

Der Gallup-Report zeigt 7 Tipps für Führungskräfte auf, um die Mitarbeitermotivation zu steigern:

  1. Mitarbeiter auf Augenhöhe behandeln und auf die persönlichen Bedürfnisse eingehen
  2. Stärken der Mitarbeiter erkennen und fördern
  3. Als Coach fungieren und die Selbständigkeit der Mitarbeiter fördern
  4. Ein positives Arbeitsklima schaffen und die Beziehung zur Führungskraft und zu den Kollegen stärken
  5. Einen kontinuierlichen Dialog mit den Mitarbeitern führen durch regelmäßige Arbeitnehmer-Führungskräfte Gespräche
  6. Führungskräfte kommunizieren klar und zukunftsorientiert in Feedbackgesprächen
  7. Weiterbildungsimpulse an die Mitarbeiter geben, um Potenziale zu fördern

Durch diese Maßnahmen binden Sie Mitarbeiter an Ihr Unternehmen und senken erfolgreich die Fluktuationsrate. 

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Über machtfit

machtfit bringt Mitarbeiter in Bewegung: Deutschlands führende Gesundheitsplattform bietet Unternehmen eine sichere und einfache digitale Lösung für die Stärkung der Mitarbeitergesundheit und Senkung der Fehlzeiten.

Unser umfassendes Angebot begeistert Mitarbeiter jeden Alters. Ob Fitness, Wellness, Entspannung oder Ernährung – bundesweit motivieren über 6.500 Partner mit Kursen, Trainingsplänen, Mitgliedschaften und Livestreams die ganze Belegschaft dazu, aktiver und gesünder zu leben. Online oder offline. So machen wir Mitarbeiter zufriedener und Unternehmen erfolgreicher! 

2011 gegründet, vertrauen heute über 250 Unternehmen und 300.000 Nutzer in Deutschland auf machtfit. Zu unseren Kunden gehören u. a. Konzerne wie Bayer, Vattenfall, Deutsche Bahn oder Lufthansa. 

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