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AOK-Fehlzeitenreport: Soziale Unternehmensverantwortung stärkt die Motivation

AOK-Fehlzeitenreport: Soziale Unternehmensverantwortung stärkt die Motivation

BGM Studien
💡 Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Krankenstand ist mit 5,1 Prozent in 2021 und 6,6 Prozent 2022 deutlich angestiegen.
  • Die häufigste Ursache für Krankschreibungen waren Atemwegserkrankungen gefolgt von Muskel- und Skelett-Erkrankungen und Verletzungen.
  • Je mehr soziale Verantwortung Unternehmen übernehmen, desto höher die Mitarbeitermotivation und desto besser schätzen Mitarbeitende ihre eigene Gesundheit ein.
  • Durchschnittlich fehlten Beschäftigte, in Firmen mit großer sozialer Unternehmensverantwortung, 4,5 Tage weniger.

Der aktuelle AOK-Fehlzeitenreport 2022 beschäftigt sich mit den Entwicklungen von Fehlzeiten und Gründen für Krankschreibungen bei den Beschäftigten in Deutschland. In diesem Jahr stellt der Report den Zusammenhang zwischen sozialer Unternehmensverantwortung und Mitarbeitermotivation und -gesundheit in den Fokus. Hierbei nehmen Führungskräfte eine Schlüsselrolle bei der Motivation ein.

Der Report wird von dem Wissenschaftlichen Institut der AOKs (WIdO) erstellt. Die Grundlage liefern Daten der 15,6 Millionen AOK-Versicherten bis Juli 2022.

Was bedeutet soziale Unternehmensverantwortung?

Unter sozialer Unternehmensverantwortung oder auch Corporate Social Responsibility (CSR), wird der Beitrag eines Unternehmens zur Nachhaltigkeit verstanden. Darunter fallen jegliche Maßnahmen die Unternehmen ergreifen, um Verantwortung für Ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft zu übernehmen. Die Maßnahmen können sowohl ökologische, ökonomische und soziale Faktoren umfassen. Die Idee dahinter ist die positiven Effekte für die Gesellschaft zu maximieren und negative zu minimieren.

Welchen Einfluss hat soziale Unternehmensverantwortung auf Motivation und Fehlzeiten?

Wie aus der repräsentativen Befragung der etwa 2.500 Beschäftigten aus dem AOK-Fehlzeitenreport hervorgeht, ist soziale Unternehmensverantwortung ein wichtiges Thema hinsichtlich Mitarbeitermotivation und Fehlzeiten.

Sowohl die eigene Motivation als auch die eigene Gesundheit werden von Arbeitnehmer:innen positiver bewertet, wenn sie ihrem Unternehmen hohe soziale Unternehmensverantwortung bescheinigen.

Untersucht wurde die wahrgenommene soziale Unternehmensverantwortung hinsichtlich ihres Einflusses auf die Motivation in Form von Leistungsbereitschaft, die Verbundenheit mit dem Unternehmen und die Arbeitszufriedenheit. Beschäftigte, die im Unternehmen ein großes Verantwortungsbewusstsein sehen, berichten zu 96,7 Prozent von einer hohen eigenen Motivation und Leistungsbereitschaft. In dieser Gruppe geben zudem 95,6 Prozent an, eine große Verbundenheit zum Unternehmen zu haben. 96,5 Prozent dieser Befragten berichten von einer großen Motivation in Form der Arbeitszufriedenheit.

Die befragte Gruppe, die nur geringe soziale Unternehmensverantwortung wahrnimmt, zeigt ein anderes Bild hinsichtlich Motivation: Nur 76,4 Prozent dieser Gruppe berichtet von Motivation in Form großer Leistungsbereitschaft. In der Befragungskategorie der Unternehmensverbundenheit geben sogar nur 60,6 Prozent in dieser Gruppe an, sich dem Unternehmen verbunden zu fühlen. Auch die Motivation in Form der Arbeitszufriedenheit fällt in dieser Gruppe mit 69,6 Prozent Zufriedenen deutlich geringer aus.

Einfluss der sozialen Unternehmensverantwortung auf die Mitarbeiterzufriedenheit

Mitarbeiterzufriedenheit

Nicht nur in der Motivation, sondern auch bei der emotionalen Belastung zeigt sich im Fehlzeitenreport ein direkter Zusammenhang zum Thema Corporate Social Responsibility. Je höher das Verantwortungsbewusstsein des Unternehmens, desto seltener berichten Befragte von emotionalen Belastungen. Probleme wie Verärgerung und Wut spielen für 86,1 Prozent der Gruppe, nur selten eine Rolle. Die Motivation übersteigt hier oft die negativen emotionalen Einflüsse. In der Gruppe, die ihrer Firma eine geringe soziale Unternehmensverantwortung attestiert, berichten nur 45,1 Prozent davon, selten Wut oder Verärgerung zu empfinden. Bei Angaben zu Erschöpfung unterschieden sich die Gruppen um 30,2 und im Hinblick auf Schlafstörungen um 26,4 Prozentpunkte.

Auch physische Beschwerden wie Rücken- und Gelenkprobleme oder Kopfschmerzen zeigten ein ähnliches Bild je nachdem, wie die soziale Unternehmensverantwortung bewertet wird. Und auch die Fehlzeiten bestätigen den Einfluss. Beschäftigte, die großes Verantwortungsbewusstsein bei ihren Arbeitgeber:innen sehen, fehlen durchschnittlich innerhalb von 12 Monaten nur 9,7 Tage krankheitsbedingt. Wer die soziale Unternehmensverantwortung als schlecht einschätzt, fehlt im selben Zeitraum krankheitsbedingt 14,2 Tage, was mit Gesundheit und Motivation in Zusammenhang steht.

Einfluss der sozialen Unternehmensverantwortung auf die Fehltage

Fehltage

Welchen Einfluss haben Führungskräfte auf die Motivation?

Aus dem AOK-Fehlzeitenreport geht zudem hervor, dass Führungskräfte eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es um soziale Unternehmensverantwortung, Motivation und Gesundheit geht. Diejenigen Befragten unter den Versicherten, die eine große soziale Unternehmensverantwortung bei ihren Arbeitgeber:innen sehen, attestieren auch ihren Führungskräften positive Eigenschaften auf Motivation und Gesundheit. Anders als die Vergleichsgruppe sieht diese Gruppe in ihren Führungspersonen Stärken in der Stress-Sensibilität und der Gesundheitsorientierung, was sich positiv auf die eigene Motivation auswirkt.

Speziell in Krisenzeiten kommt es laut Report oft zu einer Art Stresstest zwischen Unternehmensführung und Belegschaft, was kritisch für Motivation und Gesundheit ist. In solchen Situationen tragen Mittel wie Mitarbeitendenbefragungen zum gelingenden Dialog zwischen allen Beteiligten bei und fördern die Motivation.

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Wie haben sich die Fehlzeiten 2022 entwickelt?

Die anonymisierte Auswertung der Daten der AOK-Versicherten bis zum Juli 2022 zeigt einen deutlichen Anstieg des Krankenstandes gegenüber dem Vorjahreszeitraum: 6,6 Prozent versus 5,1 Prozent. Auffallend ist hierbei die Corona-bedingte Zunahme der Atemwegserkrankungen auf 28,8 Prozent der Krankschreibungen. Erstmals übertrifft dieser Anteil die Krankschreibungen aufgrund von Muskel- und Skelett-Erkrankungen (15,8 Prozent). Auf den folgenden Rängen finden sich Krankschreibungen aufgrund von Verletzungen (7,9 Prozent) oder Erkrankungen des Verdauungssystems (7,4 Prozent).

Anstieg des Krankenstandes im Vergleich

Anstieg des Krankenstandes

Neben der Zunahme an Atemwegserkrankungen hat die Covid-19-Pandemie deutliche Effekte auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Der Fehlzeiten-Report bestätigt die Auskünfte, die Beschäftigte in den letzten drei Pandemie-Jahren gegeben haben: Im März 2022 erreichte die Pandemie hinsichtlich der Fehlzeiten ihren vorläufigen Höhepunkt. Seit dem Beginn der Pandemie Anfang 2020 war jeder fünfte Beschäftigte im Zusammenhang mit Covid-19 von einer Krankschreibung betroffen. Weitere 2,8 Prozent waren im Rahmen von Long- und Post-Covid-Effekten krankgeschrieben.

Fazit  

Das Fokusthema des AOK-Fehlzeitenreports 2022 zeigt das Unternehmen, die in ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung investieren, auch die Mitarbeiterzufriedenheit und -gesundheit positiv beeinflussen und damit im doppelten Sinne erfolgreich sind. Neben der eigenen Motivation zeigt sich dies insbesondere in den Fehlzeiten, die in Unternehmen mit hoher sozialer Verantwortung geringer sind.

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